Mc Kinsey Studie CO2-Ausstoß Deutschlands sinkt um 31 Prozent bis 2020

Eine neue Mc Kinsey Studie bescheinigt Deutschland eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz. Bis 2020 wird der Ausstoß von Treibhausgasen um 31 Prozent sinken gegenüber dem Niveau von 1990. Aber dabei werden die Kosten für die Energiewende steigen. Die Unternehmensberater gehen von Mehrbelastungen für Unternehmen und Haushalte von zehn Prozent aus.

"Deutschland ist und bleibt weltweit führend beim Thema Treibhausgas-Reduzierung", sagte Anja Hartmann, Mc Kinsey-Partnerin. Eine Reduktion der CO2-Emissionen um 31 Prozent bis 2020 erwarten die Studienautoren. Dabei geht das Beratungsunternehmen von einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent aus. Die Bundesregierung hat sich eine Reduktion von 40 Prozent als Ziel gesetzt. Zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen tragen vor allem die Verbesserungsmaßnahmen an Gebäuden und PKWs bei.

Gleichzeitig werden die Kosten der Energiewende für Unternehmen und Privathaushalte laut Studie bis 2020 um zehn Prozent steigen. Privathaushalte müssen 2020 rund 29 Cent pro Kilowattstunde zahlen, so Mc Kinsey. Das sind 3,1 Cent mehr als heute. Die im Strompreis enthaltenen Kosten für die Energiewende steigen dabei von 4,2 auf 6,3 Cent. Mc Kinsey geht außerdem davon aus, dass die Stromnachfrage leicht steigen wird. Die Bundesregierung erwartet jedoch, dass der Verbrauch durch Energieeffizienzmaßnahmen sinkt. cg