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Steuertipp Bundesfinanzhof: Urteil erleichtert Suche nach Neu-Investoren

Wird ein Handwerksbetrieb in Form einer Personengesellschaft betrieben und soll ein Gesellschafter ausscheiden und ein Neu-Investor gefunden werden, kann ein Urteil des Bundesfinanzhofs die Suche nach einem Neu-Investor mit einem Steuer-Bonbon erleichtern.

Scheidet ein Mitunternehmer während des Jahres aus einer Personengesellschaft aus, rechtet das Finanzamt ihm bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens normalerweise den bis dahin angefallenen Gewinn oder Verlust anteilig steuerlich zu. In einem Urteilsfall trat der Gesellschafter einer Personengesellschaft während des Jahres aus und ein neuer Gesellschafter ersetzte ihn. Die Altgesellschafter vereinbarten mit dem Neugesellschafter, dass ihm der komplette Gewinn bzw. Verlust des Jahres steuerlich zusteht. Das Finanzamt ignorierte diese vertragliche Vereinbarung jedoch und rechnete dem ausgeschiedenen und dem neu hinzugekommenen Gesellschafter zeitanteilig die Einkünfte zu. Dagegen klagte der Neugesellschafter und bekam Recht (BFH Urteil v. 25.9.2018, Az. IX R 35/17).

Steuertipp: Der Bundesfinanzhof gewährte eine Ausnahme vom Regelfall und rechnete dem Neugesellschafter im Urteilsfall den Verlust für das komplette Jahr zu, weil die Vereinbarung vorab im Gesellschaftervertrag vereinbart wurde und weil alle Gesellschafter dieser Vereinbarung zugestimmt haben. dhz

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