Noch nie zuvor hat das Bundesfinanzministerium so viele Steuern in nur einem Monat eingenommen wie im Dezember 2011. Erstmals durchbrachen die Steuereinnahmen damit die Marke von 70 Milliarden Euro. Durch diese Rekord-Steuereinnahmen muss der Bund voraussichtlich neun Milliarden Euro weniger an neuen Schulden aufnehmen.
Im Dezember sind die Steuereinnahmen um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, berichtet das "Handelsblatt" mit Verweis auf das Bundesfinanzministerium. Damit habe der Fiskus mit 70,8 Milliarden Euro (ohne die gesondert erfassten Gemeindesteuern) im Dezember 2011 so viel Steuern wie noch nie in einem einzelnen Monat eingenommen.
Angesichts der sich wieder etwas aufhellenden Konjunkturaussichten brauche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dieses Jahr wohl deutlich weniger neue Kredite, als von seinen Beamten geschätzt. Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das "Handelsblatt" zeigten, dass der Bund dieses Jahr mit rund 17 Milliarden Euro neuen Schulden auskommen dürfte. Das wären 9 Milliarden Euro weniger, als von der Regierung im Bundeshaushalt 2012 eingeplant. dapd
