Seit 2001 ist Windows XP auf dem Markt und läuft noch immer auf vielen Rechnern. Doch heute stellt Microsoft seinen Support ein. Ohne Updates drohen allerdings Gefahren aus dem Netz. Warum nicht mal an einen Umstieg denken. Das sind die Alternativen.

Viele Computernutzer surfen und arbeiten noch immer an einem Rechner mit Windows XP. Doch dieses Betriebssystem könnte bald Sicherheitslücken aufweisen. Am 8. April liefert Microsoft zum letzten Mal Updates für XP aus, neue Gefahrenquellen aus dem Netz werden dann nicht mehr abgewehrt.
Virenscanner helfen wenig
Auch ein Virenscanner hilft gegen solche Angriffe nur begrenzt. Viele Hersteller von Sicherheitsprogrammen haben zwar angekündigt, die XP-Versionen ihrer Produkte auch nach dem 8. April mit Updates zu versorgen. Vor Schwachstellen im Betriebssystem können die Programme den Nutzer aber kaum schützen.
Die sicherste Alternative ist daher der Wechsel zu einem anderen Betriebssystem. Das kann eine aktuellere Windows-Version sein – es gibt aber auch andere Möglichkeiten:
- Windows 8.1: Mit der aktuellen Version seines Betriebssystems hat Microsoft sich nicht nur Freunde gemacht, etwa wegen der ungewohnten Kacheloberfläche. Nutzer, die nicht mit Smartphones und Tablets vertraut sind, werden sich am Anfang schwertun mit der neuen Bedienung und diese als kompliziert empfinden. Dagegen ist bei Windows 8 der Hardwarehunger relativ klein und das Betriebssystem läuft auch auf vielen etwas älteren Rechnern. Stammt der PC allerdings noch aus der Anfangszeit von XP, ist er mit dem aktuellen Windows aber vermutlich überfordert und eine Neuanschaffung wäre nötig.
- Windows 7: Microsoft verkauft den Vorgänger von 8.1 zwar nicht mehr. Im Netz ist er aber noch problemlos erhältlich. Bei vielen PC-Herstellern gibt es auch noch Computer mit vorinstalliertem Windows 7, vor allem im Business- und Spielebereich. Wer produktiv arbeitet und auf den Desktop angewiesen ist, kommt mit Windows 7 vermutlich besser klar als mit 8.1. Angst vor fehlenden Updates müssen Nutzer nicht haben, Microsoft will den Support erst 2020 einstellen. Hinzu kommt, dass manche ältere Prozessoren, die Windows 8.1 nicht unterstützen, mit dem Vorgänger keine Probleme haben.
- OS X: Das Apple-Betriebssystem – die aktuelle Version 10.9 trägt den Namen Mavericks – läuft natürlich nur auf Mac-Rechnern. Das bedeutet oft einen höhren Einstiegspreis, auch weil Nutzer Software wie Photoshop oder Office meistens neu erwerben müssen. Gerade kreative Anwender schwören aber trotzdem auf OS X. Experten waren allerdings vor dem Irrglauben, dass mit dem geschlossenen System aus Mac und passendem Betriebssystem immer alles glatt läuft.
- Exoten: Google hat mit Chrome OS ein eigenes Betriebssystem, das vor allem auf den sogenannten Chromebooks läuft. Dank der integrierten Google-Apps lässt sich damit relativ viel anfangen – allerdings muss es auch permanent mit dem Internet verbunden sein. Flexibler ist Linux, für das es inzwischen auch grafische Nutzeroberflächen gibt, etwa in der populären Distribution Ubuntu. Damit sollen theoretisch auch Laien zurechtkommen.
- Ältere Windows-Versionen: Nach XP, aber vor Windows 7 erschien noch das ungeliebte Vista. Die letzten Updates für das System sollen im April 2017 erscheinen. Es gibt auch Nutzer, die weiter mit XP arbeiten müssen, weil für sie wichtige Software nur dort läuft. In dem Fall sollte das System unbedingt vom Netz getrennt werden. Zum Surfen dient dann zum Beispiel ein anderer Rechner oder das Tablet. Bastler können auch Ubuntu und Windows XP parallel auf einem Computer installieren und dann nur mit der Linux-Variante ins Netz gehen. dpa