Steuer aktuell Betriebsausgaben-ABC: Häufig vergessene Betriebsausgaben

Bei der Gewinnermittlung für einen Betrieb müssen Unternehmer sämtliche Betriebseinnahmen aufzeichnen und dürfen davon Betriebsausgaben abziehen. Doch häufig geraten gerade Betriebsausgaben in Vergessenheit. Hier ein kurzer Überblick, was abziehbar ist.

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Rufen Sie von zu Hause aus Kunden und Geschäftspartner an, dürfen Sie diese Kosten als gewinnmindernde Betriebsausgaben abziehen. Ohne Aufzeichnungen, wann Sie mit wem wie lange telefoniert haben, akzeptiert das Finanzamt einen Betriebsausgabenabzug von 20 Prozent der Telefonrechnung, maximal jedoch 20 Euro pro Monat.

Privat genutzter Pkw

Nutzen Sie Ihren privaten Pkw auch zu betrieblichen Fahrten, dürfen Sie pauschal 30 Cent je gefahrenen Kilometer als Betriebsausgaben verbuchen. Wegen der hohen Spritpreise macht es aber Sinn, die tatsächlichen Kilometerkosten zu ermitteln und diese als Betriebsausgaben abzuziehen.

Privat verauslagte Kosten

Haben Sie betriebliche Kosten aus dem privaten Geldbeutel bezahlt, dürfen Sie diese Kosten dennoch als Betriebsausgaben abziehen. Dazu muss der Beleg im Betrieb aufbewahrt und gebucht werden. Typisch privat verauslagte Kosten: Bewirtung, Zahlung der Umsatzsteuer, Überweisung eines betrieblichen Einkaufs vom privaten Konto.

Tipp: Sie müssen sich beim Betriebsausgabenabzug immer vor Augen halten, dass Sie in der Beweislast sind. Sie müssen also nachweisen, dass Ihnen betriebliche Kosten entstanden sind und müssen einen Beleg parat halten. Bei Überweisung vom Privatkonto müssen Sie die Kontoauszüge übrigens zehn Jahre lang aufbewahren.