Steuer aktuell Betriebsaufgabe oder -veräußerung: Schlussbilanz ein Muss

Gibt ein selbständiger Handwerker seinen Betrieb auf oder verkauft ihn, muss er einen Aufgabegewinn oder einen Veräußerungsgewinn ermitteln und versteuern. Eine Besonderheit gibt es zu beachten, wenn der Gewinn bisher nach der Einnahmen-Überschussrechnung ermittelt wurde.

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Wurde der Gewinn bisher nämlich nach der Einnahmen-Überschussrechnung ermittelt, muss bei Aufgabe oder Veräußerung eine Schlussbilanz aufgestellt werden. Damit soll erreicht werden, dass Einnahmen-Überschussrechner und bilanzierende Unternehmen am Ende trotz unterschiedlicher Gewinnermittlung unter dem Strich immer denselben Gewinn versteuert haben.

Spielregeln beachten

Muss eine Schlussbilanz erstellt werden, führt der Übergang von der Einnahmen-Überschussrechnung zur Bilanzierung zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:

  • Bei Aufstellung der Schlussbilanz muss geprüft werden, dass sich Geschäftsvorfälle nicht doppelt oder gar nicht auswirken. Feststellungen führen zu Hinzu- und Abrechnungen. Der Saldo stellt den Übergangsgewinn dar.
  • Ein durch den Wechsel  der Gewinnermittlungsmethode ermittelter Übergangsgewinn ist als laufender Gewinn zu versteuern und nicht als begünstigter Aufgabe- bzw. Veräußerungsgewinn.

Tipp: Eine Verteilung des Übergangsgewinns auf zwei bis drei Jahre ist bei Betriebsaufgabe oder Betriebsveräußerung nicht erlaubt. Diese Vergünstigung winkt nur, wenn bei einem laufenden Betrieb von der Einnahmen-Überschussrechnung zur Bilanzierung gewechselt wird. dhz

Leser-Service: Welche Steuervorteile die Verteilung des Übergangsgewinns auf 3 Jahre bringt, können Sie unserem Ratgeber "Steuer-1x1 für Handwerker – Band 3" finden. Leseprobe gefällig? Dann klicken Sie hier .

Weitere Steuertipps gibt es imDHZ-Steuerarchiv .