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Zahlen der BG BAU Baugewerbe: Das ist die häufigste Berufskrankheit

Die Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft sind trotz mehr Beschäftigten im Vergleich zu 2017 nur leicht gestiegen. Die Auswertung der Berufskrankheiten gibt jedoch Grund zur Sorge. Was die BG BAU deshalb fordert.

Der Bau boomt. Doch obwohl die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe im vergangenen Jahr zunahm, stieg die Zahl der Arbeitsunfälle nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) insgesamt nur leicht. Auf tausend Personen umgerechnet, war das Unfallgeschehen sogar leicht rückläufig. Auch die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle veränderte sich mit 88 Fällen nicht. "Insgesamt zeigt die intensive Präventionsarbeit Erfolge, doch wir haben immer noch zu viele Unfälle auf dem Bau", so Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der BG BAU. Er fordert deshalb, dass alle Beteiligten noch stärker daran arbeiten müssen, um die Baustellen sicherer zu machen. Ziel sei es, in Zukunft vor allem tödliche Unfälle ganz zu verhindern.

Hautkrebs häufigste Berufskrankheit

Die häufigste Berufskrankheit in der Bauwirtschaft war mit 2.944 neuen Verdachtsfällen auch 2018 der weiße Hautkrebs. Im ersten Halbjahr 2019 liegt der Stand nach einer vorläufigen Auswertung bereits bei rund 1.400 Meldungen. Freiluftarbeiter am Bau müssten deshalb besser vor der zunehmenden UV-Strahlung und längeren Hitzeperioden geschützt werden. "Vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels müssen hier die entsprechenden Weichen gestellt werden, um die Zahl der Erkrankungen einzudämmen", so Bergmann.

Der weiße Hautkrebs ist seit 2015 als Berufskrankheit anerkannt. Seitdem stiegen die Zahlen von gemeldeten Fällen um fast sechs Prozent an. Laut Deutscher Krebshilfe erkrankten in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt 99.000 Menschen neu am Plattenepithelkarzinom oder der Vorstufe zum weißen Hautkrebs, der multiplen aktinischen Keratose.

Neben Hautkrebs leiden Beschäftigte in der Baubranche laut BG BAU zudem häufig an Gesundheitsschäden durch Lärmbelastung und mit steigender Tendenz auch an Lungenkrebs, verursacht durch Asbest.

Was ist eine Berufskrankheit?

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die die Bundesregierung in der Berufskrankheiten-Verordnung als solche bezeichnet und die sich bei der Arbeit zugezogen wurden. Als Berufskrankheit kommen nur solche Erkrankungen in Frage, die durch besondere Einwirkungen verursacht sind und denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit häufiger ausgesetzt sind, als die übrige Bevölkerung. Bei Beschäftigten, die im Freien arbeiten, ist dies beispielsweise die UV-Strahlung.

So viel Sonnencreme müssen Sie wirklich auftragen

Wie viel Sonnencreme muss ich auftragen und wie lange bin ich damit geschützt? Im Video zeigt die Deutsche Handwerks Zeitung, wie viel von welcher Sonnencreme nötig ist, um die Hautkrebs-Gefahr zu bannen.

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