Alle Berufskrankheiten im Überblick Berufskrankheiten: Liste wächst um drei Krankheiten

Die Liste der anerkannten Berufskrankheiten wächst. Künftig gelten drei weitere Krankheiten als Berufskrakheiten. Welche das sind, was sich damit ändert und was wichtig zum Thema Berufskrankheiten ist.

Die Liste der Berufskrankheiten ist lang. Seit Anfang 2015 können vier weitere Krankheiten anerkannt werden. - © vladans/Fotolia.com

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

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Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Grauer Star durch Wärmestrahlunng
  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Strahlen

  • Grauer Star durch Wärmestrahlunng
  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Lärmschwerhörigkeit

Strahlen

  • Grauer Star durch Wärmestrahlunng
  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

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  • Lärmschwerhörigkeit

Strahlen

  • Grauer Star durch Wärmestrahlunng
  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Erkrankungen durch Arbeit in Druckluft

Lärm

  • Lärmschwerhörigkeit

Strahlen

  • Grauer Star durch Wärmestrahlunng
  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

Druckluft

  • Erkrankungen durch Arbeit in Druckluft

Lärm

  • Lärmschwerhörigkeit

Strahlen

  • Grauer Star durch Wärmestrahlunng
  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich schützen.

"Bei der Prävention ist erstmal wichtig, die Gefährdung durch die UV-Strahlung und die Entstehung des hellen Hautkrebses an die Unternehmer und die Mitarbeiter zu kommunizieren", sagt Gerald Wanka, Experte für Gesundheitsschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Viele kennen diese Krankheit nicht und ihnen sei nicht bewusst, dass nicht nur ein Sonnenbrand gefährlich ist, so Wanka.

Der Experte hat mehrere Tipps parat, wie sich Handwerker bei der Arbeit im Freien verhalten sollten.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: künstlich Schatten erzeugen; wenn möglich nicht direkt in der Sonne arbeiten
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen: Die UV-Strahlung ist in der Mittagszeit am größten. Daher sollten Arbeitszeiten im Freien, wenn möglich, auf früh morgens oder spät abends verlegt werden
  3. Persönlich Schutzmaßnahmen: Sonnenbrille, Kopfschutz und langärmelige Shirts und Hosen verwenden; Sonnencreme sollte nur für Gesicht, Hals und Hände nötig sein

2. Kehlkopfkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Von der Berufskrankheit Kehlkopfkrebs durch schwefelsäurehaltige Aerosole können Mitarbeiter betroffen sein, die langjährig mit Schwefelsäure gearbeitet haben. Die Säurewird zum Beispiel bei der Herstellung von Ethanol, zum Beizen von Metallen und für Bleiakkumulatoren benötigt und findet in der Far bstoff, Kunststoff und Sprengindustrie Verwendung. Besonders gefährdet sind Handwerker, die in der Metalloberflächenbehandlung (z.B. Handgalvanik) tätig sind.

Ursachen und Symptome des Kehlkopfkrebses

Kehlkopfkrebs betrifft ein bis zwei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Männer erkranken häufiger daran als Frauen. Er macht sich zum Beispiel durch anhaltende Heiserkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden oder Schluckstörungen bemerkbar machen. Die Symptome sind unterschiedlich, je nachdem, wo sich der Tumor genau befindet.

Als Ursachen für Kehlkopfkrebs gelten Zigarettenrauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Schadstoffe. Zu ihnen gehören neben Asbeststäuben auch schwefelsäurehaltige Dämpfe. Neu als Berufskrankheit anerkannt werden kann Kehlkopfkrebs, der entsteht, wenn Mitarbeiter mehr als fünf Jahre einer erhöhten Konzentration dieser Dämpfe ausgesetzt sind.

Wie kann man dem Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe vorbeugen?

Eine gute Nachricht ist, dass Mitarbeiter nicht gefährdet sind, wenn der gesetzliche Arbeitsplatzgrenzwert für Schwefelsäure in der Luft eingehaltenwird. In jedem Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Das heißt, wenn Schwefelsäure nicht durch andere Stoffe ersetzt werden kann, muss geschaut werden, wo im Betrieb schwefelsäurehaltige Dämpfe entstehen und wie die Mitarbeiter geschützt werden können.

Die Schutzmaßnahmen werden aber gerade in kleinen Betrieben oft nicht richtig umgesetzt, darauf weist Dr. Daniela Pucknat, vom Präventionsdienst der Berufsgenossenschaft Holz und Metall hin.

Wichtig sei es, dass die Rangfolge der Schutzmaßnahmen eingehaltenwird. Die technischen Maßnahmen haben Vorrang vor den organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.

  1. Technische Schutzmaßnahmen: Dazu gehören zum Beispiel geschlossene Anlagen; das „Einhausen“ von Arbeitsbereichen, damit Dämpfe nicht in die Produktionshalle gelangen; das Abdecken von Becken und die Installation einer Absaugung, dort wo die Dämpfe entstehen.
  2. Organisatorische Schutzmaßnahmen schließen z.B. die Unterweisung der Mitarbeiter und das Aushängen einer Betriebsanweisung ein, worin informiertwird, welche Gefährdungen von dem Arbeitsplatz ausgehen und welche Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen.
  3. Persönliche Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen sind aufgrund der ätzenden Wirkung der Säure notwendig, schützen aber nicht die Atemwege. Atemschutzmasken müssen getragen werden, wenn die Grenzwerte für Schwefelsäure in der Luft überschritten werden. Diese sind aber nur für einen kurzen Zeitraum gedacht und kein Ersatz für eine Absaugung.

Die Mitarbeiter, so Pucknat, können auch durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass sie möglichst wenig Schwefelsäuredämpfe einatmen. Beispielsweise sollte darauf geachtet werden, dass die Absaugung eingeschaltet ist, keine unnötigen Schwefelsäureaerosole erzeugt werden (z. B. bei Reinigungsarbeiten) oder sich der Atembereich nicht unmittelbar über der Entstehungsstelle befindet.

3. Carpaltunnel-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Gefährdet am Carpaltunnel-Syndrom (CTS) zu erkranken sind Arbeiter, die mit ihren Händen täglich über einen langen Zeitraum dieselbe Tätigkeit ausüben. Dies sind zum Beispiel Maurer beim Steine setzen, Fliesenleger, Dachdecker, Gerüstbauer, Bäcker beim Teigkneten oder Friseure. Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Sowohl junge ungeübte Arbeiter können durch die ungewohnten Tätigkeiten überbeansprucht werden, als auch ältere Menschen durch altersbedingte Gewebeveränderungen anfällig werden.

Ursachen und Symptome des Carpaltunnel-Syndroms

Das CTS ist mit A bstand das häufigste Nervenengpasssyndrom. Es entsteht, wenn Nerven der Hand und der Finger im Bereich des Handgelenks durch kurzzeitige oder lang andauernde mechanische Druckeinwirkung geschädigt werden. Als Auslöser der Krankheit gelten drei Tätigkeiten:

  1. sich wiederholende Arbeitsschritte, bei denen der Arbeiter immer wieder seine Hände beugen und strecken muss
  2. erhöhter Kraftaufwand der Hände, z.B. wiederholtes kraftvolles Greifen
  3. Arbeit mit handgeführten vibrierenden Maschinen, Instrumenten

Die Krankheit zeigt sich in der Regel durch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern. Oft schlafen die Finger vom Daumen bis zum Ringfinger ein. Schmerzen treten insbesondere nachts und in Ruhe auf. Wer etwa vier Stunden am Tag dieselbe belastende Handbewegung ausführt und dies über einen Zeitraum von einem Jahr, ist besonders gefährdet an dem Syndrom zu erkranken.

Wie kann man dem Carpaltunnel-Syndrom vorbeugen?

Da es viele Auslöser für das CTS gibt, gibt es auch unterschiedliche Präventionsmaßnahmen. Ulrike Hoehne-Hückstädt, Expertin von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, rät zu einer durchdachten Arbeitsorganisation: "Arbeiter sollten regelmäßige Tätigkeitswechsel planen und zum Beispiel die Pausenzeiten so gestalten, dass keine Überlastung entsteht." Als weitere Tipps empfiehlt sie vibrationsgedämpfte Maschinen mit vibrationsgedämpften Handgriffen, ergonomisch gutes Werkzeug und sorgfältige Auswahl geeigneter, notwendiger Handschuhe.

4. Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Das Syndrom kann in allen Handwerksberufen auftreten. Gefährdet sind zum Beispiel Dachdecker und Zimmerleute, die ihre Hand als Schlagwerkzeug benutzen, Kfz-Mechaniker, die durch Schläge mit ihrer Hand festsitzende Muttern lösen, Radkappen montieren oder Karosserieteile ausbeulen, Installateure, Schreiner, Fußbodenverleger, Mechaniker und Elektriker.

Ursachen und Symptome des Hypothenar-Hammer-Syndroms und Thenar-Hammer-Syndroms

Das Hypothenar-Hammer-Syndrom und das Thenar-Hammer-Syndrom sind Gefäßschädigungen der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung. Da die Symptome erst Monate oder Jahre nach der auslösenden Einwirkung auftreten können, ist es oft schwierig nachzuweisen, welche Tätigkeit genau dafür verantwortlich war. Vor allem zwei Tätigkeiten gelten als Ursache:

  1. wenn die Hand , Handkante oder der Kleinfingerballen als Schlagwerkzeug verwendet wird
  2. bei direkter mechanischer Gewalteinwirkung, zum Beispiel beim Rückstoß einer handgeführten Maschine

Der Verdacht auf eines dieser Syndrome liegt nahe, wenn der Arbeiter nach einem kräftigen Schlag mit der Hand gegen einen Schraubenschlüssel Schmerzen, zunehmendes Kältegefühl und eine Blaufärbung am Ringfinger hat.

Wie kann man den Syndromen vorbeugen?

Die einfachste Präventivmaßnahme ist, laut Hoehne-Hückstädt, seine Hand nicht als "Ersatz-Hammer" einzusetzen , sondern richtiges Werkzeug zu verwenden. Aber auch hier helfen Maschinen mit ergonomischen, weichen Handgriffen und Handschuhe beim Benutzen von Maschinen. jb/sg/ bst

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 17. Juli 2017.

  • Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung (Hypothenar-Hammer-Syndrom und Thenar-Hammer-Syndrom)

Druckluft

  • Erkrankungen durch Arbeit in Druckluft

Lärm

  • Lärmschwerhörigkeit

Strahlen

  • Grauer Star durch Wärmestrahlunng
  • Erkrankungen durch ionisierende Strahlen

Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten

  • Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war
  • Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten
  • Wurmkrankheit der Bergleute, verursacht durch Ankylostoma duodenale oder Strongyloides stercoralis
  • Tropenkrankheiten, Fleckfieber

Erkrankungen der Atemwege und der Lungen, des Rippenfells und Bauchfells

Erkrankungen durch anorganische Stäube

  • Quarzstaublungenerkrankung (Silikose)
  • Quarzstaublungenerkrankung in Verbindung mit aktiver Lungentuberkulose (Siliko-Tuberkulose)
  • Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose) oder durch Asbeststaub verursachte Erkrankungen der Pleura
  • Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs
in Verbindung mit Asbeststaublungenerkrankung (Asbestose)
in Verbindung mit durch Asbeststaub verursachter Erkrankung der Pleura oder bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Asbestfaserstaub-Dosis am Arbeitsplatz von mindestens 25 Faserjahren {25 x 106 [(Fasern/m³) x Jahre]}
  • Durch Asbest verursachtes Mesotheliom des Rippenfells, des Bauchfells oder des Perikards
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Aluminium oder seine Verbindungen
  • Erkrankungen an Lungenfibrose durch Metallstäube bei der Herstellung oder Verarbeitung von Hartmetallen
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Thomasmehl (Thomasphosphat)
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen
  • Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Kokereirohgase
  • Chronische o bstruktive Bronchitis oder Emphysem von Bergleuten unter Tage im Steinkohlebergbau bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von in der Regel 100 Feinstaubjahren [(mg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch die Einwirkung von kristallinem Siliziumdioxid (SiO2) bei nachgewiesener Quarzstaublungenerkrankung (Silikose oder Siliko-Tuberkulose)
  • Lungenkrebs durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis von mindestens 100 Benzo[a]pyren-Jahren [(µg/m³) x Jahre]
  • Lungenkrebs durch das Zusammenwirken von Asbestfaserstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen bei Nachweis der Einwirkung einer kumulativen Dosis, die einer Verursachungswahrscheinlichkeit von mindestens 50 Prozent nach der Anlage 2 entspricht 4115 Lungenfibrose durch extreme und langjährige Einwirkung von Schweißrauchen und Schweißgasen (Siderofibrose)

Erkrankungen durch organische Stäube

  • Exogen-allergische Alveolitis
  • Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch Rohbaumwoll-, Rohflachs- oder Rohhanfstaub (Byssinose)
  • Adenokarzinome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen durch Stäube von Eichen- oder Buchenholz
  • O bstruktive Atemwegserkrankungen
  • Durch allergisierende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen (einschließlich Rhinopathie), die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte o bstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

Hautkrankheiten

  • Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können
  • Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe
  • Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung

Krankheiten sonstiger Ursache

  • Augenzittern der Bergleute

Seit Anfang 2015 stehen vier Krankheiten neu auf der Liste. Mehr dazu auf Seite 2.

1. Heller Hautkrebs

Welche Berufsgruppen sind gefährdet?

Handwerker, die im Freien arbeiten, sind besonders gefährdet an hellem Hautkrebs zu erkranken. Hierzu zählen zum Beispiel Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter und Maurer. Da der helle Hautkrebs erst nach vielen Jahren auftritt, sind in der Regel eher ältere Menschen betroffen, oft Rentner. Schützen müssen sich jedoch auch junge Handwerker, die viel in der Sonne arbeiten.

Ursachen und Symptome des hellen Hautkrebses

Die Hauptursache für hellen Hautkrebs ist UV-Strahlung . Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs, entsteht er nicht primär durch einen Sonnenbrand, sondern erst nach vielen Jahren Arbeit im Freien.

Heller Hautkrebs tritt in der Regel auf den sogenannten "Sonnenterassen" auf: Kopf, Hals, Dekolleté, Arme, Handrücken und Unterlippe. Er zeigt sich durch rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen. Die Flecken werden einen Millimeter bis zwei Zentimeter groß.

Als Berufskrankheit zählt der helle Hautkrebs, wenn es sich um sogenannte Plattenepithelkarzinome handelt oder wenn Vorstufen, die aktinischen Keratosen, zahlreich oder flächig auftreten. Der behandelnde Hautarztwird die Erkrankung dem zuständigen Unfallversicherungsträger melden, wenn er eine Berufskrankheit vermutet.

Wie kann man hellem Hautkrebs vorbeugen?

Wer an hellem Hautkrebs erkrankt, hat sehr gute Heilungschancen. Die Krankheit verläuft in der Regel nicht tödlich. Trotzdem sollte man sich s