Aus was setzt sich die Bezeichnung einer Norm zusammen?

Normen werden nach bestimmten, festgelegten Regeln einheitlich gestaltet. Diese Regeln sind in der DIN 820 bis ins Kleinste genau festgelegt.

Gestaltung von Normen

So wird beispielsweise die Kopfleiste der DIN 1301 Teil 1 vom Dezember 1993 mit dem Titel "Einheiten — Einheitennamen, Einheitenzeichen" künftig wie folgt geschrieben:

DIN 1301-1:2010-10) der Norm DIN 820 und sieht folgendermaßen aus:

  • DEUTSCHE NORM: Dezember 1993
  • Einheiten: DIN
  • Einheitennamen, Einheitenzeichen: 1301
  • Teil 1

Die DIN 1301 ist eine sehr wichtige Norm, Sie hat drei Teile und enthält die Größen, Formelzeichen und Einheiten der Technik.

Auch die Benummerung ist einheitlich. So wird die DIN-Nummer DIN EN 81346-2:2000-12 (Industrielle Systeme, Teil 2) ohne Zwischen­räume geschrieben. Klar: Der Computer kann keine Leerstellen gebrauchen.

Ein angehängter Beistrich gibt den Teil dieser Norm an. Ebenso sind auch die Datumsangaben einheitlich: Zuerst kommt – streng nach Norm die Jahreszahl, dann der Monat, dann der Tag; Beispiel siehe: DIN EN 81346-2:2000-12 (früher: Dezember 2000). Das hat sich im Geschäftsleben jedoch nicht durchgesetzt und darum ist in Deutschland immer noch folgende Reihenfolge üblich: Tag, Monat, Jahr.

Die Amerikaner nehmen eine andere Reihenfolge, nämlich Jahr, Tag, Monat. Der 11. September 2001 heißt dort darum: 2001-09-11 (nine eleven).

Die Sprache einer Norm und ihre Gliederung sind klar und unmiss­verständlich, ebenso die bildlichen Darstellungen, sowie die Tabellen. Bilder sollen in einer Norm immer dann gebracht werden, damit Informationen in leicht verständlicher Form vermittelt werden können.

Fotografien dürfen nur benutzt werden, wenn ihre Umwandlung in Zeichnungen nicht möglich ist. Fotografien in Normblättern sind sehr sehr selten. Bilder müssen durchnummeriert und im Text muss auf das jeweilige Bild verwiesen werden.

Tabellen werden immer dann angewendet, wenn dadurch Informationen in einer leicht verständlichen Art vermittelt werden können. Tabellen werden wie Bilder (arabisch) benummert.

Die Sätze in einer DIN sind kurz. Abkürzungen werden (meist) beim ersten Auftreten erklärt. Die Benummerung folgt der DIN 1421: danach steht an der letzten Stelle einer Benummerung kein Punkt - außer, wenn eine Rangreihe vorliegt (Beispiel: 6.Gebot).

Verweise (Verweisungen) nennt man Hinweise auf bereits gebrachte Sachverhalte. Letztere sollen nicht wiederholt werden, vielmehr sind Verweise angebracht. Es ist auf den jeweiligen Abschnitt zu verweisen, keinesfalls auf Seitenzahlen (Beispiele für Verweise: "nach Tabelle 2", "siehe Bild 3").

Eine Reihe von Gestaltungspunkten sind nicht zwingend vorgeschrieben. So zum Beispiel das Inhaltsverzeichnis, die Einleitung, Symbole sowie Prüfverfahren. Aber viele Normen besitzen diese Teile.

Zwingend vorgeschrieben sind für jede Norm jedoch das Vorwort, der Anwendungsbereich, die normativen Verweisungen (das sind wichtige Hinweise auf andere Normen), Begriffe (Definitionen, die zum Verstehen bestimmter Benennungen notwendig sind) sowie Literaturhinweise. Ferner die Anwendung des Internationalen Einheitensystems (SI, nach ISO). Größengleichungen werden gegen­über Zahlenwertgleichungen bevorzugt.

Von einer DIN-Norm kann man (sprachlich) viel lernen.