August-Horch-Museum Zwickau Ausstellung für Oldtimerfreunde neu gestaltet

Das August-Horch-Museum in Zwickau gilt als eine der wichtigsten Adressen für Oldtimerfreunde. Jetzt wurde die Dauerausstellung neu gestaltet, bevor im nächsten Jahr das Museum kräftig erweitert wird.

Horch 830 BL: Vom letzten Horch, der je gebaut wurde, hat Audi im Jahr 2009 ein auf 1000 Stück limitiertes Modell herausgebracht. - © Foto: Audi

Der Maschinenbauingenieur August Horch (1868 bis 1951) hat mit Horch und Audi zwei der wichtigsten deutschen Automobilbauunternehmen gegründet, die Ende 1931 zusammen mit DKW und Wanderer in die Auto-Union aufgingen. Nach dem Krieg flüchtete August Horch nach Bayern, wo er 1951 starb. Er gilt als einer der bedeutendsten Pioniere des Automobilbaus in Deutschland, dem das Museum ein Denkmal setzt.

Nicht nur technische Aspekte

In der Dauerausstellung wird die Automobilgeschichte aber nicht allein in Bezug auf ihre technischen Aspekte dargestellt, sondern das Automobil auch soziale, politische und wirtschaftliche Kontexte eingebettet.

Der Besucher wird eingeladen zu einer Zeitreise über mehr als 110 Jahre Automobilgeschichte in der Region Westsachsen. Gezeigt werden unter anderem der Nachbau einer historischen Tankstelle, das Büro von August Horch oder die Vorführung eines Motorenprüfstandes mit einem Achtzylinder-Reihenmotor von Horch.

Im kommenden Jahr soll das Museum um ein zusätzliches Gebäude erweitert werden. Damit verdoppelt sich die Ausstellungsfläche auf insgesamt rund 6.500 Quadratmeter. Die Konzeption sieht vor, die Vorkriegsgeschichte im bestehenden Museum zu bündeln, während die Nachkriegsgeschichte in den neuen Räumen thematisiert wird. Dafür wurde 2011 ein denkmalgeschütztes Gebäude gekauft, das gegenwärtig saniert wird.

Verkaufssalon im Art-Déco-Stil

Der Umbau der Ausstellung zur Vorkriegsgeschichte ist dagegen bereits abgeschlossen. Sie wurde wesentlich erweitert, etwa um eine Autowerkstatt, die nach dem Vorbild der 1930er Jahre eingerichtet ist. Der Sonderausstellungsbereich wurde zu einem Auto-Union-Verkaufssalon im Art-Déco-Stil umgestaltet.

Geöffnet ist das Museum Dienstag bis Sonntag, jeweils 9.30 bis 17 Uhr sowie am ersten Donnerstag des Monats bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 5,50 Euro, vom 1. Januar 2015 an 6 Euro. Besonders beliebt bei den Besuchern sind die Führungen von Bernd Göpfert, der als August Horch Geschichten und Anekdoten seines wechselvolles Leben im Spiegel der Fahrzeugentwicklung Revue passieren lässt Dabei wird auch der Motorenprüfstand in Aktion gezeigt. Die nächste Führung mit Bernd Göpfert ist am 14. Dezember, 15 Uhr. ste/dpa