Termine, Fristen, Gesetze Änderungen im September 2024: Das wird wichtig

Es gilt bald eine neue Abgasnorm für Autos. Immobilienbesitzer müssen ihre Heizung optimieren. Und: Die Frist für die Steuererklärung läuft ab. Diese und mehr Änderungen sind im September 2024 wichtig.

Symbolbild zu Heizkosten und Kosten für Heizung, Wärme, Öl, Gas und Energie.
Wichtige Änderungen im September 2024 betreffen das Thema Heizung: Für einige Immobilienbesitzer läuft die Frist für einen hydraulischen Abgleich bzw. dem Heizungscheck. - © picture alliance / pressefoto_korb | Micha Korb

Wichtige Änderungen im September 2024 betreffen vor allem Autofahrer und Immobilienbesitzer, aber auch für Handwerkerinnen und Handwerker ist wieder einiges dabei, was sie nächsten Monat auf dem Schirm haben sollten.

Das sind die Änderungen im September 2024:

1. Steuererklärung 2023: Abgabefrist nicht verpassen!

Wer seine Steuererklärung 2023 selbst beim Finanzamt einreicht, der muss sich jetzt beeilen: Die Abgabefrist ist Montag, der 2. September. Spätestens bis dahin müssen die Unterlagen bei den Prüfern eingegangen sein. Wer sich von einem Steuerberater, einer Steuerberaterin oder einem Lohnsteuerhilfeverein helfen lässt, hat etwas länger Zeit – und zwar bis zum 2. Juni 2025.

Übrigens: Haben Arbeitnehmer in einem Steuerjahr Kurzarbeitergeld bezogen, sind sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Wussten Arbeitnehmer nicht von der Pflicht und werden vom Finanzamt erst Jahre später zur Abgabe einer Erklärung aufgefordert, kann das teuer werden. Denn das Finanzamt setzt dann einen Verspätungszuschlag von 25 Euro je angefangenen Monat der Verspätung fest. Mehr dazu:

>>> Lesetipp: Vorsicht: 3 Steuerrisiken für Arbeitnehmer und Selbstständige

2. Heizung: Pflicht zum hydraulischen Abgleich

Mit dem sogenannten hydraulischen Abgleich können Hausbesitzer Energie und Kosten sparen. Für einige Wohngebäude ist die Maßnahme zur Heizungsoptimierung sogar Pflicht. Die Bundesregierung hat Ende 2022 zwei Energiesparverordnungen erlassen, die dies vorschreiben: Für Häuser mit sechs bis neun Wohneinheiten ist die Maßnahme bis zum 15. September 2024 Pflicht. Darin ebenfalls verpflichtend festgelegt: ein Heizungscheck für mit Erdgas betriebene Gasheizungen (ebenfalls bis 15. September 2024 durchzuführen). Die Umsetzung der heizungsoptimierenden Maßnahmen können beispielsweise Schornsteinfeger oder Betriebe des Sanitär-Heizung-Klima-Handwerks (SHK) übernehmen.

Änderungen im September 2024: 3. Neue Abgasnorm für Autos

Das soll für saubere Abgase sorgen: Ab 1. September 2024 müssen Autos, die neu zugelassen werden, die verschärfte Abgasnorm Euro 6e erfüllen. Zuvor reichte die Abgasnorm Euro 6d. In den nächsten Jahren sind weitere Verschärfungen bei den Abgasnormen geplant. Ausführliche Informationen dazu bietet unter anderem der Automobilclub ADAC.

4. Belege für Heizungsförderung können eingereicht werden

Eigentümerinnen und Eigentümer von Einfamilienhäusern, die ihr Haus selbst nutzen, gehörten im Februar zu den Ersten, die einen Antrag auf die KfW-Heizungsförderung stellen konnten. Sie sind nun auch die Ersten, die im September Rechnungen und Belege digital einreichen können, heißt es bei der KfW-Bank. Nach deren erfolgreicher Prüfung sollen die Gelder ab Oktober ausgezahlt werden.

5. Landtagswahlen in drei Bundesländern

In drei Bundesländern werden im September neue Landtage gewählt:

  • In Sachsen und Thüringen finden die Wahlen am 1. September statt.
  • In Brandenburg wird am 22. September gewählt.

Noch keine Ahnung, wen Sie wählen sollen? Der Wahl-O-Mat kann bei der Entscheidung unterstützen.

Umfrage: AfD in Thüringen vor CDU – in Sachsen auf Platz 2

Videonachweis: picture alliance/dpa | -

6. WorldSkills in Lyon

Die nächste Weltmeisterschaft der Berufe – die WorldSkills 2024 – wird vom 10. bis 15. September 2024 in Lyon (Frankreich) ausgetragen. 1.500 Teilnehmer aus 65 Ländern und Regionen werden dann in 64 Disziplinen gegeneinander antreten und ihr Fachwissen unter Beweis stellen, heißt es seitens der Veranstalter. Mit dabei: wieder zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem (deutschen) Handwerk.

7. Neue Fortbildung für Bauhandwerker startet

Für Handwerker, die sich im Bereich Energieeffizienz und "BIM" weiterbilden möchten, gibt es ab September eine neue Aufstiegsfortbildung. Der "Bachelor Professional für Energieeffizienz und digitales Bauprojektmanagement (EDiB)" soll Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Bau- und Ausbaugewerbe fit für die digitale Planung und Umsetzung von Modernisierungsprojekten machen. Eine Besonderheit ist, dass der Kurs gewerkeübergreifend angelegt ist: Handwerker aus unterschiedlichen Gewerken arbeiten Hand in Hand.

Interessiert? Jetzt aber schnell: Die Fortbildung zum Bachelor Professional EDiB startet am 7. September 2024 und geht bis Juli 2027. Weitere Informationen gibt es hier:

>>> Lesetipp: Neu: Fortbildung zum Bachelor Professional für Bauhandwerker

8. Letzte Chance: Schlussabrechnung für Corona-Hilfen

Betriebe, die während der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, konnten Wirtschaftshilfen beantragen. Bis zum 31. Oktober 2023 musste dafür eine Schlussabrechnung erfolgen. Es gab aber die Möglichkeit einer Fristverlängerung. Wer diese beantragt hat, muss die Schlussabrechnung bis spätestens 30. September 2024 einreichen.

9. Bundesweiter Warntag im September

Jährlich am zweiten Donnerstag im September findet er statt: der bundesweite Warntag. Dieses Mal fällt er auf den 12. September 2024. An diesem Tag erhalten unter anderem Besitzer von Smartphones, Fernseher oder Radios gegen 11 Uhr eine Probewarnung. Gegen 11:45 Uhr folgt dann noch eine Entwarnung. Der bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen, der dazu dient, die Warnsysteme hierzulande zu prüfen.

Änderungen im September 2024: 10. Verkaufsverbot alter Kindersitze

Eine weitere Änderung betrifft Autofahrerinnen und Autofahrer mit Kindern. Ab dem 1. September werden Kindersitze mit der Norm "R 44" nicht mehr im Handel verkauft. Erhältlich sind dann nur noch Kindersitze der neueren Norm UN ECE Reg. 129 (i-Size). Der Grund: Sie soll etwas sicherer sein als die Vorgänger-Norm. Das Portal Chip.de gibt aber Entwarnung: Wer bereits einen Kindersitz vom Norm-Typ "R44" besitzt, dürfe ihn Stand jetzt noch acht Jahre lang weiterverwenden. Allerdings gelte diese Übergangsfrist nur für die zuletzt ausgegebenen Serien "44/03" und "44/04".

11. Organspende: Eintragung soll per Krankassen-App möglich sein

Schon seit März 2024 können sich Freiwillige im sogenannten Organspende-Register online für oder gegen eine Organ- und Gewebespende eintragen. Bis spätestens Ende September soll das Register auch über die Krankenkassen-Apps erreicht werden können – damit wird die Abgabe einer Organspende-Erklärung noch einfacher.

Die Änderungen im September 2024: 12. Gartenpflege

Noch bis zum 30. September ist es nicht erlaubt, Bäume, Hecken, Gebüsche und Co. radikal zurückzuschneiden oder gar ganz zu beseitigen. Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes verbietet dies jedes Jahr ab dem 1. März. Der Grund: Brütende Vögel und ihr Nachwuchs sollen geschützt werden. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind aber ganzjährig erlaubt.

13. Deutsche Bahn: Reservierungspflicht wieder aufgehoben

Im Sommer hatte die Deutsche Bahn für fast alle internationalen Zugverbindungen eine verpflichtende Sitzplatzreservierung eingeführt. Für den Großteil dieser Verbindungen endet diese Pflicht wieder am 1. September. Die Bahn hatte die Reservierungspflicht mit der Fußball-Europameisterschaft begründet, die vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland stattfand, und die zu einem höheren Fahrgastaufkommen führen sollte.