Ausbildungsplätze, Impfpriorisierung, Speicherplatz bei Google Photos und Fahrgastrechte bei der Bahn: Diese Änderungen bringt der Juni mit sich. Das Wichtigste im Überblick.

Betriebe mit einem festen Ausbildungsprogramm trotz Corona können ab dem 1. Juni mehr Geld bekommen. Ab dem 7. Juni wird die Impfpriorisierung aufgehoben. Und wer seine Fotos in der Cloud bei Google speichert, muss vielleicht bald seine Fotos ausmisten.
Ausbildungsprämie
Für das neue Ausbildungsjahr werden die Prämien pro Ausbildungsplatz zum 1. Juni 2021 verdoppelt, und zwar von 2.000 auf 4.000 Euro für Unternehmen, die ihre Ausbildungsquote halten, und von 3.000 Euro auf 6.000 für jeden zusätzlichen Ausbildungsplatz. Dabei sollen auch die Fördervoraussetzungen gelockert werden.
Als in erheblichem Maß von der Corona-Krise betroffen sollen ab dem 1. Juni die Unternehmen gelten, die seit der Corona-Krise einen Monat in Kurzarbeit waren oder in einem Monat einen Umsatzrückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nachweisen können. Außerdem sind ab dem 1. Juni Betriebe mit maximal 499 Mitarbeitern, statt bisher 249 Mitarbeiter, anstragsberechtigt.
>>> Lesetipp: Die genauen Details zur Ausbildungsprämie sind auf der Website des Bundesarbeitsministeriums aufgelistet.
Impfpriorisierung aufgehoben
Am 7. Juni soll die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben werden. Dann können bei niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen sowie in Impfzentren auch Termine für die jüngeren Altersgruppen vergeben werden. Nach einem aktuellen Beschluss soll auch Kindern zwischen zwölf und 16 Jahren ein Impfangebot gemacht werden, sofern einer der Impfstoffe eine Zulassung für die Altersgruppe erhält.
Die Bundesregierung hat das Ziel bis zum Ende des Sommers jedem und jeder Deutschen ein Impfangebot zu machen, einschließlich der Zwölf- bis 16-Jährigen.
Speicherplatz bei Google
Google schafft den unbegrenzten Speicherplatz in seinem Foto-Dienst ab. Bisher konnte man bei "Google Photos" Bilder in reduzierter Qualität – der Konzern nennt das "High Quality" statt "Original" – uneingeschränkt in die Cloud hochladen. Vom 1. Juni an werden sie beim Gratislimit von 15 Gigabyte mitgezählt. Wer es erreicht, muss Speicherplatz dazukaufen oder Fotos löschen.
Wenn man das Limit erreicht hat fängt Google nicht sofort an, Fotos und Videos zu löschen. Allerdings kann man keine neuen Dateien mehr hochladen – und auch keine E-Mails mehr empfangen, weil das Kontingent von 15 GB auch für Gmail und Dokumente im Google Drive gilt. Diese Obergrenze gab es schon immer, nur kommen jetzt eben noch die Fotos dazu.
Fotos, die vor dem 1. Juni hochgeladen werden, werden nicht mit angerechnet. Nutzer von Googles Pixel-Smartphones sind ausgenommen.
>>> Lesetipp: Weitere Infos zum Speicherplatz von Google Photos hat Google auf seiner Hilfe-Seite breitgestellt.
Bahn-Fahrgastrechteformular
Darauf haben viel Bahn-Reisende gewartet. Das Fahrgastrechteformular konnte bisher nur schriftlich ausgefüllt und eingereicht werden. Das ändert sich ab dem 1. Juni 2021.
Ab 1. Juni können Reisende ihre Fahrgastrechte auch online auf bahn.de oder in der App DB Navigator über das Kundenkonto geltend machen. Dazu muss die Fahrkarte für die Reise, für die Ansprüche eingereicht werden sollen, über das Kundenkonto gekauft worden sein bzw. im Kundenkonto hinterlegt sein (z.B. bei einer BahnCard 100).
>>> Lesetipp: Weitere Informationen dazu gibt es ab dem 1. Juni auf der Website der Bahn.
Schulferien
Für Millionen Schülerinnen und Schüler nähert sich das zweite Corona-Schuljahr dem Ende. Als erste starten die Kinder und Jugendlichen in den Küstenländern Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in die Sommerferien – ihr letzter Schultag ist der 18. Juni. Als letztes Bundesland startet Bayern am 30. Juli. Bis zum 1. August sind dann für ein Wochenende alle Schüler in Deutschland in den großen Ferien.
Mit Inhalten aus dpa