Gefälschte E-Mails, die eine KI in Sekunden schreibt, Angriffe über den Softwarelieferanten oder schlicht ein unsicheres Passwort – kleine und mittlere Unternehmen sind oft Ziel von Cyberangriffen. Dazu kommen neue gesetzliche Pflichten, die Geschäftsführer in die persönliche Verantwortung nehmen. Was das konkret bedeutet und wie Betriebe sich schützen, zeigt eine kostenlose Webinar-Reihe.

Wie gut ist Ihr Betrieb gegen Cyberangriffe gewappnet? Und was müssen Geschäftsführer aktuell rechtlich beachten? Angriffsmethoden wie KI-gestütztes Phishing oder Attacken über Zulieferer machen die Bedrohungslage immer komplexer – gleichzeitig wachsen mit Regelwerken wie NIS2 und dem Cyber Resilience Act die gesetzlichen Anforderungen. Im Cybersicherheitsmonat Oktober gibt die Transferstelle Cybersicherheit erneut Antworten auf die Sicherheitsfragen der KMU: in einer kostenlosen Webinar-Reihe für den Mittelstand.
Jedes Jahr im Oktober steht die Cybersicherheit europaweit besonders im Fokus. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Transferstelle Cybersicherheit hat sich das Motto "Sicher handeln. Zukunft gestalten." auf die Fahnen geschrieben. Auftakt der Webinar-Reihe ist am Montag, 5. Oktober, um 10 Uhr. Zum Start präsentiert die Transferstelle den Teilnehmern ein aktuelles Lagebild – einen Überblick über derzeitige Bedrohungen, Trends und die drängendsten Handlungsfelder für KMU.
Compliance, KI-Angriffe, Lieferketten
Die folgenden Webinartermine konzentrieren sich dann jeweils auf einzelne Themen, die viele Betriebe derzeit beschäftigen: Welche Pflichten bringen NIS2 und der neue Cyber Resilience Act konkret mit sich? Wie gefährlich sind Sprachmodelle in den Händen von Angreifern? Und was tun, wenn ein Angriff trotz aller Vorsicht erfolgreich war? Die Termine finden jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 11 Uhr statt.
Die Themen im Überblick
- Cybersecurity-Compliance für Geschäftsführende (6. Oktober): Der Online-Vortrag erläutert, welche rechtlichen Pflichten Chefs heute treffen und wie Betriebe sich rechtssicher aufstellen.
- NIS2 einfach erklärt (8. Oktober): Die EU-Richtlinie wirft bei vielen Unternehmen noch Fragen auf. Dieser Termin bietet einen verständlichen Überblick: Wer ist betroffen, was ist zu tun, wie fängt man an?
- Cyber Resilience Act I (13. Oktober): Das neue EU-Gesetz stellt zusätzliche Anforderungen an Produkte mit digitalen Komponenten. Der erste Teil erklärt die Grundlagen und zeigt, wo Chancen für KMU liegen.
- Cyber Resilience Act II (15. Oktober): Der zweite Teil geht konkreter auf betroffene Unternehmen, Dokumentationspflichten und erste Umsetzungsschritte ein.
- LLM-gestützte Cyberangriffe (20. Oktober): Kriminelle nutzen Sprachmodelle für täuschend echte Phishing-Mails oder geklonte Stimmen. Der Webimpuls zeigt, woran sich solche Angriffe erkennen lassen und wie man sich dagegen wappnet.
- Supply-Chain-Angriffe (22. Oktober): Oft sind nicht die Unternehmen selbst das Ziel, sondern ihre Dienstleister oder Softwarelieferanten. Anhand realer Fälle wird gezeigt, wie Angreifer diesen Weg nutzen – und wie man ihn versperrt.
- Incident Response im Ernstfall (27. Oktober): Wer im Angriffsfall nicht vorbereitet ist, verliert wertvolle Zeit. In diesem interaktiven Webinar durchlaufen Teilnehmer einen simulierten Vorfall und üben gemeinsam die richtigen Reaktionsschritte. ewö
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