Neubauförderung läuft ab EH-55-Programm: Nur noch 124 Mio. Euro übrig

Von 800 Millionen Euro Förderbudget sind bereits rund 675 Millionen abgeflossen – knapp 47.300 Wohnungen wurden seit Dezember 2025 gefördert. Das Bundesbauministerium rechnet mit einem Auslaufen in wenigen Wochen, eine Verlängerung ist ausgeschlossen.

Für den Neubau oder den Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden werden zinsverbilligte Kredite bereitgestellt, während Kommunen einen Zuschuss erhalten können. - © DanBu.Berlin - stock.adobe.com

Das Förderprogramm EH-55 ist in den vergangenen Wochen stark nachgefragt worden. "Bald werden wir hier 50.000 Wohnungen in weniger als einem Jahr gefördert haben", sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) am Rande der Bauministerkonferenz in Berlin. Wie ihr Haus bestätigte, wurden bis zum 7. September insgesamt rund 47.300 Wohnungen gefördert. "Von dem Gesamtbudget in Höhe von 800 Millionen Euro verbleiben noch rund 124,8 Millionen Euro", teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

Ministerium: Mit Auslaufen in einigen Wochen zu rechnen

Weiter heißt es: "Bei dem derzeitigen Mittelabfluss ist daher mit einem Auslaufen des Programms in einigen Wochen zu rechnen." Schon zuvor hatte das Ministerium darauf hingewiesen, dass das Programm nicht verlängert werde und längstens bis zum Jahresende 2026 laufe. Das Programm war im Dezember 2025 gestartet und nach einem zähen Mittelabfluss mehrmals nachjustiert worden.

Ziel: Bauüberhang abbauen

Dabei weist das Ministerium darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung eine gültige Baugenehmigung vorliegen muss; mit dem Bauvorhaben selbst darf jedoch noch nicht begonnen worden sein.

Für den Neubau oder den Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden werden zinsverbilligte Kredite bereitgestellt, während Kommunen einen Zuschuss erhalten können. Voraussetzung ist, dass das neu zu errichtende Gebäude im Effizienzhausstandard 55 gebaut und zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien geheizt wird.