Sie wollten ein Baugerüst abholen, doch es kam zum Streit und Schüssen auf zwei Handwerker. Nach monatelanger Flucht ist der mutmaßliche Schütze nun in Deutschland – und soll bald vor ein Gericht.

Knapp ein Jahr nach tödlichen Schüssen in einem Wohngebiet in Menden im Sauerland hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Sie wirft einem 41-Jährigen vor, im August vergangenen Jahres bei einem Streit auf zwei Handwerker geschossen zu haben, die für ihn tätig gewesen sein sollen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Ein 45 Jahre alter Deutscher starb, der andere Mann wurde schwer verletzt.
Dem Beschuldigten werden Totschlag und versuchter Totschlag vorgeworfen. Erst in der vergangenen Woche wurde er aus Serbien überführt. Dort war er nach monatelanger Flucht gefasst worden. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.
Fahndung mit europäischem Haftbefehl
Die beiden späteren Opfer wollten nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei dem Beschuldigten ein Baugerüst abholen. Dabei kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf die Schüsse fielen. Der mutmaßliche Schütze, ein 41-Jähriger mit serbischer und montenegrinischer Staatsangehörigkeit, flüchtete vom Tatort und tauchte unter. Drei Monate lang wurde mit einem europäischen Haftbefehl nach ihm gesucht. Schließlich wurde er bei einer Kontrolle in Serbien gefasst und festgenommen. dpa