63 Euro im Monat kostet das Deutschlandticket 2026. Arbeitgeber können es ihren Beschäftigten verbilligt oder sogar kostenlos überlassen – und dabei Lohnsteuer sparen. Die wichtigsten Regeln im Schnellüberblick.

Arbeitgeber haben verschiedene Möglichkeiten, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Deutschlandticket 2026 verbilligt oder komplett unentgeltlich zukommen zu lassen. Gemeint sind folgende Möglichkeiten:
- Zahlung eines Kostenzuschusses an Beschäftigte
- Gewährung eines verbilligten Jobtickets
- Überlassung eines unentgeltlichen Jobtickets
- Umwandlung des Arbeitslohns in ein Jobticket
Nachfolgend erhalten interessierte Arbeitgeber und Beschäftigte einen Schnellüberblick über die lohnsteuerlichen Besonderheiten, die je nach gewählter Möglichkeit beim Deutschlandticket 2026 zu beachten sind.
Deutschlandticket: Zahlung eines Kostenzuschusses durch den Arbeitgeber
Kauft sich ein Mitarbeiter für 63 Euro im Monat ein Deutschlandticket 2026 und überweist der Arbeitgeber ihm dafür einen Zuschuss, ist dieser Zuschuss nach § 3 Nr. 15 EStG unter folgenden Voraussetzungen steuerfrei:
- Der Zuschuss erfolgt zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn.
- Der Zuschuss darf die Kosten für das Deutschlandticket 2026 nicht übersteigen. Am besten lässt sich der Arbeitgeber vom Mitarbeiter die Kosten für das Deutschlandticket nachweisen und bewahrt diesen Nachweis bei seinen Geschäftsunterlagen auf.
Praxis-Tipp: Da solche Zuschüsse den Werbungskostenabzug im Rahmen der Entfernungspauschale in der Steuererklärung des Mitarbeiters reduzieren, müssen die Zuschüsse für das Deutschlandticket 2026 in der Lohnsteuerbescheinigung 2026, die jeder Arbeitgeber an das Finanzamt übermitteln muss, erfasst werden.
Gewährung eines verbilligten Jobtickets durch den Arbeitgeber
Der Arbeitgeber kann für interessierte Mitarbeiter selbst ein Deutschlandticket 2026 kaufen. Übernimmt er dabei mindestens 25 Prozent des Ticketpreises, reduziert sich der Preis für das Deutschlandticket 2026 um 5 Prozent auf 59,85 Euro monatlich (Hinweis 8.1 "Deutschlandticket" Lohnsteuerhinweise). Der Vorteil ist zwar nach § 3 Nr. 15 EStG steuerfrei. Da er jedoch die Entfernungspauschale für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz reduziert, muss der Arbeitgeber den geldwerten Vorteil ermitteln und in der Lohnsteuerbescheinigung 2026 erfassen.
Beispiel: Ein Arbeitgeber kauft für einen Mitarbeiter das Deutschlandticket 2026 als Jobticket. Der Arbeitgeber übernimmt 25 Prozent des Ticketpreises. Der geldwerte Vorteil (steuerfrei), der in die Lohnsteuerbescheinigung 2026 einzutragen ist, wird folgendermaßen ermittelt:
| Kosten Deutschlandticket 2026 | 63 Euro |
| Rabatt, weil Arbeitgeber mindestens 25 Prozent der Kosten des Deutschlandtickets 2026 übernimmt | abzüglich Rabatt 3,15 Euro |
| Kosten Deutschlandticket 2026 als Job-Ticket | 59,85 Euro |
| Eigenzahlung des Mitarbeiters | 44,10 Euro (= 63 Euro - 25 Prozent; abzüglich 3,15 Euro Rabatt) |
| Ansatz der Deutschlandtickets 2026 mit 96 Prozent der Kosten für das Deutschlandticket 2026 nach Richtlinie 8.1 Abs. 2 Satz 3 Lohnsteuerrichtlinien | 57,46 Euro (59,85 Euro x 96 Prozent) |
| Geldwerter Vorteil monatlich (beim Arbeitnehmer steuerfrei nach § 3 Nr. 15 EStG) | 13,36 Euro (57,46 Euro abzüglich Eigenanteil 44,10 Euro) |
| Geldwerter Vorteil jährlich für Deutschlandticket 2026 (beim Arbeitnehmer steuerfrei nach § 3 Nr. 15 EStG); Eintrag in Lohnsteuerbescheinigung 2026 | 160,32 Euro |