Die vierte Generation des Renault Master überzeugt mit geringerem Verbrauch dank besserer Aerodynamik. Zudem bringt Toyota 2024 seinen ersten 3,5-Tonner an den Start.

Der neue Renault Master steht in den Startlöchern. Im Frühjahr kommt die vierte Generation des seit 1980 weltweit mehr als drei Millionen Mal verkauften Transporters in den Handel. Zum Marktstart sind zunächst vier Dieselmotoren zwischen 105 und 170 PS sowie zwei Elektrovarianten mit 130 und 143 PS verfügbar.
Erkennbar am neuen Renault Logo macht der neue Master vor allem bei der Aerodynamik einen gewaltigen Entwicklungssprung. Eine kürzere Motorhaube, die flacher geneigte Windschutzscheibe, das schmalere Heck sowie die stromlinienförmig gestalteten Außenspiegel und Lufteinlasskanäle im Stoßfänger sorgen laut Hersteller dafür, dass sich der Luftwiderstandsindex um 20 Prozent gegenüber dem Vorgänger verringert hat. Die effizientere Aerodynamik würde sich auch durch eine bessere Akustik im Cockpit bemerkbar machen.
Kraftstoffverbrauch sinkt um 1,5 l
Die guten Werte des neuen Renault Masters im Windkanal kommen aber vor allem dem Verbrauch zugute. Die Dieselvarianten schlucken im Schnitt 1,5 l weniger Kraftstoff auf 100 km als die vergleichbaren Modelle der Vorgängergeneration. Dementsprechend sanken auch die CO₂-Emissionen um 39 auf weniger als 200 g/km. Auch der Energieverbrauch der Elektroversionen verbesserte sich im Vergleich zum alten Master E-Tech Electric um 20 Prozent.
Für die batteriebetriebenen Versionen stehen zwei Elektromotoren mit 130 oder 143 PS zur Wahl. Die Basisvariante mit 40-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von 170 km. Der stärkere Motor zieht seine Kraft aus einer 87-kWh-Batterie, die eine Reichweite von bis zu 410 km erlaubt. Zusammen mit einer Nutzlast von 1.625 kg und 2,5 t Anhängelast eröffne dies neue Dimensionen in der Alltagstauglichkeit des Elektro-Transporters, so Renault.
Dank verkürztem Radstand und neuer Vorderachse ist der neue Master auch deutlich wendiger als sein Vorgänger. Der Wendekreis konnte um 1,5 m verringert werden. Dadurch lasse sich der Master auch in der langen L3-Version, die mit Vorder- und Hinterradantrieb angeboten wird, noch komfortabel durch die Stadt steuern, betont Renault.
Toyota steigt in die Sprinter-Klasse ein
In Folge der Kooperation mit dem Stellantis-Konzern wird Toyota im nächsten Jahr erstmals einen Transporter in der Sprinter-Klasse ins Rennen schicken. Der neue Proace Max läuft gemeinsam mit den weitgehend baugleichen 3,5-Tonnern von Fiat, Opel, Peugeot und Citroën vom Band und soll ab Herbst 2024 ausgeliefert werden.
Wie Toyota mitteilt, wird es den Proace Max als Kastenwagen mit bis zu 17 m3 Ladevolumen in drei Längen und drei Höhen geben, aber auch als Pritsche, Fahrgestell oder Kipper, jeweils mit Einzel- oder Doppelkabine. Beim Antrieb fährt der Toyota Proace Max wie die Schwestermodelle zweigleisig. Neben verschiedenen Dieselvarianten soll es auch eine batterieelektrische Variante mit einer Reichweite von bis zu 420 km geben.
Der Proace Max rundet das Transporterportfolio von Toyota nach oben ab. Alle drei Modelle – Proace City, Proace und Proace Max – folgen künftig einem einheitlichen Design. In der Fahrerkabine wurde das Lenkrad neu gestaltet. Je nach Ausstattung ziehen volldigitale Kombiinstrumente sowie Infotainment- und Navigationssysteme mit 10-Zoll-Touchscreen und kabelloser Smartphone-Anbindung ein.
Genauere Angaben zu den neuen Modellen hat Toyota noch nicht gemacht, weil die Homologation noch aussteht. Daher nimmt man auch noch keine Bestellungen an.
