Zum Start in Deutschland Threads: Das kann die Konkurrenz-App von X

Der neue Kurznachrichtendienst Threads ist heute in Europa an den Start gegangen. Die Meta-App gilt als großer Rivale von X, ehemals Twitter. Doch wie funktioniert Threads?

Hand hält Smartphone mit Threads-App
Die neue Meta-App Threads ist heute in Europa an den Start gegangen. Sie gilt als größter Rivale der Plattform X (ehemals Twitter). - © pitipat - stock.adobe.com

Nun ist der Kurznachrichtendienst Threads auch in Deutschland verfügbar: Die neue App von Facebook-Konzern Meta ist heute in Europa an den Start gegangen. Und damit viel später als in anderen Teilen der Welt: In den USA und mehr als 100 weiteren Ländern startete die Kopie von X (ehemals Twitter) schon vor Monaten. Damals sei sie bereits in den ersten sieben Stunden auf zehn Millionen Nutzer gekommen, wie Meta-Gründer Mark Zuckerberg verkündete. Instagram-Chef Adam Mosseri deutete in Interviews an, dass in der EU vor allem das in den nächsten Jahren greifende neue Regelwerk mit dem Digital Markets Act und dem Digital Services Act eine Hürde gewesen sei. Bis zur Threads-Einführung in der EU konnten Nutzer aus der Region Beiträge zwar in einer Web-Ansicht betrachten, sie aber weder teilen noch liken.

Warum ist Threads eine Bedrohung für X?

Threads ist an Metas Foto- und Video-App Instagram angebunden und gilt als bisher größte Bedrohung für X. Der Grund ist ein Startvorteil: Meta kann für seine Twitter-Kopie von Anfang an auf bereits bestehende Verbindungen zwischen mehr als einer Milliarde Instagram-Nutzern zurückgreifen. Bei anderen Twitter-Konkurrenten wie Bluesky und T2 müssen solche Verknüpfungen erst neu entstehen.

Doch wie funktioniert Threads, was macht die App einzigartig und wie kann man sich anmelden? Antworten auf wichtige Fragen rund um die neue App:

Wie funktioniert Threads?

Die Meta-App sieht ziemlich genau wie X aus. Man kann anderen Nutzern folgen und Beiträge an die eigenen Follower weiterleiten. Instagram-Nutzer können für Threads einfach ihr Profil bei der Foto-App übernehmen. Text-Beiträge bei Threads können bis zu 500 Zeichen lang sein und Links, Fotos sowie bis zu fünf Minuten lange Videos enthalten. Beim 2006 gestarteten Twitter (heute X) lag die Text-Grenze ursprünglich bei 140 Zeichen und wurde später auf 280 Zeichen verdoppelt.

Gibt es auch Unterschiede zu X?

Neben den Accounts, denen sie folgen, bekommen Nutzer von Threads auch "empfohlene Inhalte" von weiteren Profilen in ihren Feed eingespielt. Die Beiträge werde dabei nicht in chronologischer Reihenfolge angezeigt, sondern von der Software geordnet. Zunächst gibt es keine Möglichkeit, sich nur Inhalte aus den Profilen anzeigen zu lassen, denen man folgt. Dies stehe aber für die Zukunft "auf der Liste", versicherte Instagram-Chef Mosseri.

Wie sieht es mit der Privatsphäre aus?

Threads behält sich vor, eine breite Palette von personenbezogenen Daten zu erfassen. Dazu können unter anderem Ortungsdaten, Kontakte und Gesundheitsinformationen gehören. Was einige Nutzer überraschte: Ein Threads-Profil kann nur zusammen mit dem Instagram-Account gelöscht werden.

Wie funktioniert die Anmeldung?

Threads kann aus den App-Stores auf das Smartphone oder auch über den Browser heruntergeladen werden. Um Threads vollständig nutzen zu können, ist aber ein Instagram-Profil nötig.

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dpa/ew