Neues Fahrzeug, alter Name Fiat: Aus Talento wird wieder Scudo

Unter dem Dach des neuenStellantis-Konzerns erhält der Fiat Scudo seinen alten Namen zurück. Zu den Dieselmodellen gesellt sich eine Elektro-Version.

Der neue Fiat Scudo
Der neue Fiat Scudo läuft im gleichen Werk vom Band, in dem auch die weitgehend baugleichen Peugeot Expert, Citroën Jumpy, Opel Vivaro und Toyota Proace entstehen. - © Stellantis

Fiat lässt den Scudo aufer­stehen. Der Nachfolger des Talento hört wieder auf den Namen, den der leichte Transporter bis 2016 schon einmal führte. Neuerdings wird der Fiat Scudo aber auch mit reinem Elektroantrieb gebaut. Neben dem 136 PS starken E-Motor stehen aber weiterhin zwei Dieselaggregate in vier Leistungsstufen zwischen 102 und 177 PS zur Auswahl.

Nach Angaben von Fiat nutzen typische Scudo-Kunden ihr Fahrzeug hauptsächlich gewerblich mit bis zu acht Stunden Einsatz pro Arbeitstag. Entsprechend habe man die neue Generation des Transporters für diese Zielgruppe optimiert – als mo­dulares Nutzfahrzeug, das sich wie ein Pkw anfühlen soll.

Erhältlich ist der neue Fiat Scudo ab sofort in drei Längen von 4,6, 5,0 oder 5,3 m. Die Dachhöhe beschränkt sich hingegen auf 1,9 m. Damit kann der Transporter fast alle Tiefgaragen ansteuern.

Durchladeklappe in der Trennwand

Die Laderaumlänge (2,16, 2,51 oder 2,86 m) des neuen Fiat Scudo kann bei geöffneter Klappe am Boden der Trennwand um 1,15 m erweitert werden. So lassen sich auf der Beifahrerseite Bretter oder Rohre ins Fahrerhaus durchstecken. Trotzdem bleibt ein Platz der Doppelsitzbank erhalten. Der Stauraum unter den Sitzen bietet sich als Ablage für kleinere Werkzeuge oder persönliche Schutzausrüstung an. Außerdem lässt sich der Beifahrersitz mit wenigen Handgriffen in einen Tisch für den Laptop oder eine Ablage für die Frühstücks- oder Mittagspause verwandeln.

Durchladeklappe in der Trennwand
Dank der Durchladeklappe in der Trennwand lassen sich Rohre verstauen, für die der Laderaum ein bisschen zu kurz wäre. - © Stellantis

Abhängig vom Radstand bietet der Kastenwagen ein Ladevolumen zwischen 4,6 und 6,1 m3. Die Nutzlast liegt bei bis zu 1,4 t. Eine weitere Tonne kann der Transporter an den Haken nehmen. Zusätzlich wird der Scudo als Multicab mit zweiter Sitzreihe und Platz für bis zu sechs Personen, als Flachbodenfahrgestell und als Kombi mit bis zu neun Sitzplätzen gebaut.

Für Sicherheit sorgen im neuen Scudo insgesamt 14 aktive und passive Assistenzsysteme. Die elektronischen Helfer erkennen Verkehrszeichen, überwachen den toten Winkel, warnen beim Verlassen der Spur, unterstützen bei Berganfahrten oder Notbremsungen. Ein Head-up-Display liefert dem Fahrer wichtige Informationen, ohne dass er vom Verkehr abgelenkt wird. Zusätzlich zu den Parksensoren unterstützt eine Rückfahrkamera beim Rangieren oder Ankoppeln eines Anhängers. Über das Grip-Control-System lässt sich die Traktion an verschiedene Untergründe wie Matsch, Sand oder Schnee anpassen.

Zwei Batteriegrößen für E-Antrieb

Nach dem Ducato rüstet Fiat mit dem Scudo nun sein zweites Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb aus. Da­­bei können die Kunden zwischen zwei Batteriegrößen (50 bzw. 75 kWh) wählen. Bei einer Ladekapazität von 100 kW (Gleichstrom) kann die größere Batterie innerhalb einer Dreiviertelstunde zu 80 Prozent aufgeladen werden. An der Haushaltssteckdose dauert das bei nur 11 kW freilich deutlich länger. Die Reichweite nach WLTP gibt Fiat mit 330 km an. Mit der kleineren Batterie geht schon 100 km vorher der Saft aus.

Wer lieber mit Diesel im Tank unterwegs ist, kann zwischen vier Alternativen wählen: Den 1,5-l-Common-Rail-Motor mit 102 oder 120 PS, gibt es nur mit Sechs-Gang-Handschaltung. Der Selbstzünder mit 2 l Hubraum leistet 145 oder 177 PS und kann auch mit einer Acht-Gang-Automatik bestellt werden (das stärkere Modell nur mit Automatik).

Als Einstiegspreis für den kurzen Kastenwagen mit 102 PS verlangt Fiat 32.249 Euro. Der E-Scudo mit großer Batterie kostet 45.101 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.