Wo bekommen Reisende am meisten für ihr Geld und wo am wenigsten? Die OECD hat die Kaufkraft des deutschen Euros im Ausland untersucht. In welchen Ländern deutsche Touristen am günstigsten Urlaub machen können - und in welchen es teuer wird.
Gastautor Gerd Hübner

Wie viel ist mein Geld im Ausland wert? Eine wichtige Frage für Urlauber. Denn: Wer sich bereits für ein Reiseziel entschieden hat, kann so ungefähr abschätzen, welche Kosten er für das Leben vor Ort in seinem Urlaubsland veranschlagen soll. Wer unentschlossen ist, für den kann das vielleicht eine Entscheidungshilfe sein.
So berechnet die OECD die Kaufkraft des deutschen Euros im Ausland
Die OECD berechnet laufend die Kaufkraft einzelner Währungen in verschiedenen Ländern. Dabei legt sie jeweils einen Warenkorb zugrunde, der im Heimatland auf 100 indexiert ist. Liegt der Wert im Reiseland über 100, kostet der gleiche Warenkorb dort also mehr, liegt er darunter, ist das Land günstiger.
Mit 160 hat Island den höchsten Wert gegenüber dem deutschen Euro. Das heißt, um den gleichen Korb an Waren und Dienstleistungen, der hierzulande 100 Euro kostet, in Island zu kaufen, braucht es 160 Euro. Oder anders ausgedrückt: Island ist 60 Prozent teurer. In der Türkei dagegen ist es um mehr als 50 Prozent günstiger als hierzulande.
In welchen Ländern es für deutsche Urlauber günstiger oder teurer ist
| Kaufkraft des deutschen Euro in ausgewählten Ländern: | |
|---|---|
| Island | 160 |
| Schweiz | 141 |
| Dänemark | 135 |
| Norwegen | 133 |
| Australien | 122 |
| Israel | 120 |
| Irland | 117 |
| Neuseeland | 116 |
| Großbritannien | 112 |
| Schweden | 112 |
| Kanada | 105 |
| Frankreich | 104 |
| Österreich | 103 |
| USA | 99 |
| Italien | 96 |
| Spanien | 89 |
| Portugal | 81 |
| Griechenland | 81 |
| Ungarn | 58 |
| Mexiko | 58 |
| Polen | 54 |
| Türkei | 46 |
Quelle: OECD