Verkehrsrecht für Fahrradfahrer
Fahrradfahren im Straßenverkehr: Was Sie wissen müssen
Bei Rot stehen, bei Grün gehen. So einfach kann Verkehrsrecht für Fußgänger sein. Beim Fahrradfahren wird es schon ein bisschen komplizierter. Darf das Handy benutzt werden? Gehweg oder Straße, wenn kein Fahrradweg da ist? Muss man Helm tragen? Alle Antworten dazu.
Kinder bis zehn Jahre gehören auf den Gehweg. Das ist klar geregelt. Ist ein Fahrradweg gekennzeichnet, ist auch für die meisten erwachsenen Radfahrer eindeutig, wo sie fahren dürfen. Stehen auf dem Radweg aber Hindernisse wie Mülltonnen oder parkende Autos, kann das schnell für Verwirrung sorgen. Sollte man auf die Straße oder den Gehweg ausweichen? Und was sollte man tun, wenn überhaupt kein Fahrradweg zur Verfügung steht?
" Generell gilt: Der Fahrradfahrer gehört auf die Straße. Die Nutzung eines Radweges ist nur dann gestattet, wenn dieser befahrbar und ausdrücklich durch ein Radwegschild gekennzeichnet ist", erklärt Markus Mingers, Rechtsanwalt und Inhaber der Kanzlei Mingers & Kreuzer. Aber auch auf dem Fahrradweg sollte man sich rechts halten. "Wer einen Radweg auf der linken Seite benutzt, obwohl dies nicht durch ein Schild angeordnet ist, riskiert ein Bußgeld von 15 Euro", warnt Mingers.
Keine Helmpflicht für Fahrradfahrer
Ist man als Radfahrer ohne Helm unterwegs, verletzt man hingegen kein Gesetz. Helmpflicht gibt es in Deutschland nur für Mofa-, Moped- und Motorradfahrer. Nur beim Schmerzensgeld muss man dann im Falle eines Unfalls Abstriche machen. Denn hatte man als Betroffener keinen Helm auf, erhält man eine geringere Entschädigung.
Absteigen am Zebrastreifen
Um Unfälle zu vermeiden sollte man als Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern noch mehr beachten. Vor Zebrastreifen ist es beispielsweise ratsam abzusteigen. Bleibt man auf dem Sattel, hat man im Gegensatz zu Fußgängern keine Vorfahrt. Kommt es dann zu einem Unfall, trägt man als Radler eine Mitschuld.
Handys verboten – Kopfhörer nicht?
Noch schlechter sieht es aus, wenn man während dem Radfahren telefoniert. Das ist nämlich – wie beim Autofahren auch – verboten. Nicht nur die Ablenkung ist beim Telefonieren groß. Hat man nur eine Hand am Lenker, weil die andere mit dem Handy beschäftigt ist, verliert man in einem Notfall die Lenkkontrolle.
Aber wie sieht es mit Kopfhörern aus? Die Musik bis zum Anschlag aufdrehen, ist ebenfalls nicht erlaubt. Solange man seinen heimlichen Lieblingssong nur in normaler Lautstärke hört, spricht aber nichts dagegen. Autohupen oder andere Warnsignale sollten dabei allerdings klar hörbar bleiben. Dann erlaubt auch der Gesetzgeber den neuesten Helene Fischer-Song beim Radfahren zu hören. jk
Platz 2: Das Schauspiel ist ein schweres Brot - auch was das Pendeln angeht. Leute in darstellender Kunst und Unterhaltung müssen für Ihren Job im Schnitt 60,86 km pendeln.
Friseure und Kosmetiker zählen zu jenen Berufsgruppen, die kaum Arbeitswege auf sich nehmen müssen. Im Schnitt wohnen sie nur 8,25 km von ihrem Arbeitsort entfernt. Den kürzesten Anfahrtsweg haben übrigens Landwirte mit 3,95 km.
Platz 1: Unangefochten auf dem ersten Rang stehen Soldaten. Sie haben hinsichtlich der Pendel-Strecke das schwerste Los gezogen. Stolze 121,14 km wohnen sie durchschnittlich von ihrem Arbeitsort entfernt. Ganz anders ergeht es einer Berufsgruppe aus dem Handwerk...
Platz 7: Hochschullehrer und -forscher arbeiten ebenfalls nicht gerade "um die Ecke". Wer in diesem Beruf arbeitet, fährt im Schnitt 44,03 km zur Arbeitsstelle.
Platz 8: Auch in der Baubranche müssen Arbeitnehmer weite Strecken in Kauf nehmen. Durchschnittlich liegen bei Bauplanern und -überwachern 41,77 km zwischen Wohnort und Arbeitsort.
Platz 5: Für die Wartung und Instandhaltung nehmen technische Servicekräfte weite Wege auf sich. Arbeiter in diesen Berufen pendeln durchschnittlich 45,06 km zur Arbeitsstelle.
Während die einen "um die Ecke" arbeiten, müssen andere Berufsgruppen für ihren Job oft weite Wege in Kauf nehmen. Die "Frankfurter Allgemeine" hat unter Berücksichtigung von Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) ermittelt, in welchen Berufen Arbeitnehmer am weitesten pendeln müssen. In der Top 10 finden sich auch Handwerker wieder.