Eine schlechte Unternehmenskultur geht häufig zu Lasten der Gesundheit von Mitarbeitern. Dies zeigt der Fehlzeiten-Report 2016 der Krankenversicherung AOK. Angestellte, die in ihrem Betrieb eine schlechte Stimmung erleben, sind deutlich unzufriedener und leiden häufiger unter körperlichen und psychischen Beschwerden.

Der Fehlzeiten-Report 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt: Eine schlechte Unternehmenskultur bedeutet für die Mitarbeiter ein höheres Risiko krank zu werden. Als einen wichtigen Punkt für ein gutes Klima innerhalb der Firma sehen die Beschäftigten laut der Studie die regelmäßige Unterstützung durch den Chef an.
Unternehmenskultur hat großen Einfluss auf die Gesundheit
Laut der AOK-Umfrage ist jeder Vierte Mitarbeiter, der die Unternehmenskultur als schlecht bewertet, auch mit der eigenen Gesundheit unzufrieden. Bei den Befragten, die ihr Unternehmen positiv sehen, waren dies nur rund 10 Prozent. Es gebe einen klaren Zusammenhang zwischen der Art und Weise, wie Beschäftigte ihre Arbeit erleben, und ihrer Gesundheit, so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Im Fehlzeiten-Report 2016 ging die AOK erstmals der Frage nach, welchen Einfluss die Unternehmenskultur auf die Gesundheit der Mitarbeiter hat.
Loyalität ist besonders wichtig für eine gute Unternehmenskultur
Besonders wichtig ist den Mitarbeitern demnach vor allem die Loyalität des Arbeitgebers (78 Prozent) und der Aspekt des Lobens (69 Prozent) im Arbeitsalltag. Diese und weitere Merkmale machen eine gute und gesundheitsfördernde Unternehmenskultur aus. Doch nur 55 Prozent der Beschäftigten erleben tatsächlich, dass der Arbeitgeber hinter ihnen steht, wie auch lediglich die Hälfte der Beschäftigten für gute Arbeit gelobt wird.
Befragt hatte die Krankenkasse im Februar 2016 rund 2.000 Mitarbeiter im Alter zwischen 16 bis 65 Jahren, von Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Abgefragt wurden dabei verschiedene Facetten der Unternehmenskultur, darunter beispielsweise der Führungsstil, die Mitarbeiterorientierung und die Entlohnungsgerechtigkeit der Firma. dhz