Bei der IAA Nutzfahrzeuge 2016 wurde der neue VW Crafter vorgestellt. Auf den Markt kommt der 3,5 Tonner in drei Leistungsstufen. Volkswagen hat im polnischen Wrzesnia eigens für den Crafter ein neues, modernes Werk gebaut. Das ist der neue VW Crafter.

Mit dem neuen VW Crafter startet Volkswagen Nutzfahrzeuge einen Angriff in der Sprinter-Klasse Dafür hat der Konzern in den vergangenen Jahren kräftig investiert.
Im polnischen Wrzesnia wurde auf einer Fläche von rund 300 Fußballfeldern (220 Hektar) ein neues Werk hochgezogen, in dem bei voller Auslastung mehr als 3.000 Beschäftigte den neuen Großtransporter montieren. Jährlich werden dort laut VW rund 100.000 Fahrzeuge produziert. Die Investitionssumme für das neue Crafter-Werk beläuft sich auf knapp 800 Millionen Euro.
Neues Crafter-Werk offiziell eröffnet
Am 24. Oktober 2016 hat VW die neue Crafter-Fabrik offiziell in Betrieb genommen und die er sten Transporter rollen vom Band. Von der Grund steinlegung im November 2014 bis zum Produktionsstart errichtete Volkswagen das neue Werk in Rekordzeit. "Mit der Entwicklung des neuen Crafter und dem Neubau des modernen Werkes mit einer Jahreskapazität von 100.000 Fahrzeugen sind wir besser als je zuvor unterwegs im wachsenden Markt der großen Transporter", sagt VW-Nutzfahrzeuge-Chef Andreas Renschler.
Daten, Zahlen, Fakten zum neuen VW-Werk in Wrzesnia/Polen
- Größe des Werkes: 220 ha (2,2 Quadratkilometer), entsprechend ca. 300 Fußballfeldern
- Geplantes Produktionsvolumen: 100.000 Autos jährlich = 17 Fahrzeuge pro Stunde = ca. 380 Fahrzeuge pro Tag
- Geplante Beschäftigung: Rund 3.000 Mitarbeiter im Dreischichtsy stem
- Investitionsvolumen: Rund 800 Millionen Euro.
- Lieferanten: 45 Zulieferer aus Polen (davon 7 aus der Region) beliefern das Werk.
Neuer VW Crafter kommt in drei Leistungsstufen auf den Markt
Für den Antrieb des neuen Crafter wurde ein neuer Dieselmotor mit zwei Liter Hubraum entwickelt, den VW zum Beginn des Vorverkaufs im November zunächst für den Fronttriebler in drei Leistungsstufen (102, 140 und 177 PS) anbietet. Der TDI-Motor ist quer eingebaut und um acht Grad nach vorn geneigt, um einige zusätzliche Zentimeter Platz für Fahrer und Laderaum zu schaffen. Da inzwischen alle Motoren von Neufahrzeugen die Abgasnorm Euro 6 schaffen müssen, gehört ein Start-Stopp-Sy stem zur Serienausstattung.
VW Crafter erstmals mit elektromechanischer Servolenkung
Angeboten wird der neue Crafter auch mit Heck- oder Allradantrieb. Beide Varianten sollen laut VW ab Mitte 2017 verfügbar sein. In allen Varianten kann sich der Kunde zwischen Schalt- und Automatikgetriebe entscheiden. Volkswagen verspricht Vielfalt pur. Das gilt auch für die Konfiguration der Karosserie. Zur Wahl stehen drei Längen (5.983 mm, 6.833 mm und 7.388 mm) und drei Dachhöhen (2.340 mm, 2.575 mm und 2.800 mm).
Erstmalig in der Fahrzeugklasse kommt im VW Crafter eine elektromechanische Servolenkung zum Einsatz, als Basis für eine ganze Reihe von Fahrerassi stenzsy stemen wie ESP mit Gespannstabilisierung, automatische Distanzregelung ACC, Multikollisionsbremse, Seitenwindassi stent oder ein automatischer Rangierhelfer für den Anhängerbetrieb.
Ähnlichkeiten zum VW T6
Der neue VW Crafter verrät schon beim Design seine Wurzeln. Die Ähnlichkeiten zum T6 sind offenkundig. Die Linienführung bringt eine sehr gute Aerodynamik. Durch den geringen cw-Wert von 0,33 profitiert der Crafter beim Kraftstoffverbrauch, der gegenüber dem Vorgängermodell im Durchschnitt um 15 Prozent sinken soll.
Dass viele Handwerker so gespannt auf das neue Fahrzeug sind, hat seine Gründe: Seit vielen Jahrzehnten dominiert VW mit seinen Transportern der T-Baureihe die Gewichtsklasse bis drei Tonnen. Von diesem Know-how wird der Crafter zweifellos profitieren, war es doch ohnehin verwunderlich, dass Volkswagen seine schweren Transporter in den Sprinter-Werken des Kontrahenten Mercedes-Benz bauen ließ.
Mit der Konzerntochter MAN hat sich VW einen neuen Partner gesucht. Der Lkw-Spezialist steigt mit dem zum Crafter baugleichen TGE in das Geschäft mit den Transportern ein und weitet da mit seine Angebotspalette nach unten hin aus.
MAN TGE: Transporter mit Lkw-Service

Als neuen Partner für den VW Crafter hat sich Volkswagen die Konzerntochter MAN ins Boot geholt. Da mit kann der Lkw-Spezialist seine Angebotspalette nach unten hin abrunden. Mit dem TGE wächst d ie Bandbreite der MAN-Nutzfahrzeugflotte auf eine Spanne von 3,0 bis 44 Tonnen. Da mit glaubt MAN, für jede Transportaufgabe die richtige Lösung bieten zu können.
Im Handwerk waren bisher vor allem Baubetriebe Kunden bei MAN. Mit dem TGE wird die Traditionsmarke nun auch für andere Gewerke interessant. Ihnen verspricht das Münchner Unternehmen vor allem einen perfekten Werkstattservice auf Basis seiner Erfahrung im Umgang mit Gewerbebetrieben. Lange Öffnungszeiten, unkomplizierte Hilfe ohne Werkstatttermin oder am Wochenende seien bei MAN so selbstverständlich wie flexible Wartungs- und Reparaturverträge oder Garantieerweiterungen . ste