Handwerk und Musik – das geht zusammen. Erstmalig ist von der Verlagsanstalt Handwerk und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) der Musik-Preis des Handwerks verliehen worden. Preisträger Janik Nagel hat auf der Schlussfeier in Dortmund für Begeisterung gesorgt.

Ein großer Moment für den elfjährigen Janik. Als erster Preisträger des "Musik-Preises des Handwerks" hat er in Dortmund in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck von ZDH-Präsidenten Otto Kentzler und Hans Jürgen Below, Geschäftsführer der Verlagsanstalt Handwerk, eine Klarinette überreicht bekommen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Abschlussfeier des bundesweiten Leistungswettbewerbs statt.
Mit Video beworben
15 junge Klarinettistinnen und Klarinettisten haben sich mit einem Video, auf dem sie ein Stück ihrer Wahl vortragen, um den Preis beworben. In der Jury unter der Schirmherrschaft von Jörg Widmann, Professor für Klarinette und Komposition an der Hochschule für Musik in Freiburg, haben Otto Kentzler, Silke Zimmermann (Artistic Director Schloss Elmau), Siegfried Thilemann (Bundesinnungsmeister des Musikinstrumenten-Handwerks), Rainer Mehlig (Ehrenmitglied des Verbands deutscher Musikschulen), Bettina Heimsoeth (Redakteurin Deutsches Handwerksblatt) sowie Hans Jürgen Below mitgewirkt.
Holzblasinstrumentenmacher Harald Hüyng, aus dessen Düsseldorfer Werkstatt das Instrument kommt: "Es ist ein Modell in gehobener Ausstattung, mit 22 Klappen und deutscher Griffweise." Der Schwerpunkt des Meisters liegt in der handwerklichen Fertigung und Wartung von Klarinetten.
Musikalische Leidenschaft lässt sich fördern
Janik Nagel hat die Juroren mit seiner für das Alter von elf Jahren ungewöhnlichen Beherrschung des Instruments und der hohen Musikalität des Vortrags beeindruckt. Schirmherr Widmann: "Ich beglückwünsche den jungen Preisträger zu seinem neuen Instrument. Die Leidenschaft für die Musik und für die Klarinette lässt sich im Kindesalter mit einem erstklassigen Instrument sehr fördern." Janik Nagel ist selig mit seiner neuen Klarinette. "Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich gewinnen würde", erzählt er.
Wie es sich für einen Profi gehört, hat sich der junge Klarinettist bei der Jury während des Festakts in Dortmund mit Musik von Claude Debussy, Rudolf Mauz und Paul Harvey bedankt. Er hat sein Publikum sehr begeistert und ist dafür mit anhaltendem Beifall belohnt worden. dhz