Wie haben hat Normung mit Sicherheit zu tun?

Sicherheit ist der wichtigste Aspekt der Normung. Nicht die Anzahl der erstellten Normen ist das Maß der Leistungsfähigkeit einer Institution wie der DIN, sondern ihre Effizienz. Dazu gehören in erster Linie Aspekte der Sicherheit.

Normung rechnet sich

Beispiele:

  • Sicherheit auf der Straße beziehungsweise im Einsatz; Beispiel: Bei einem Sturz beeinflusst die Kleidung, die ein Motorradfahrer trägt, die Art und Schwere der erlittenen Verletzungen erheblich. Schutzkleidung ist Gegenstand zahlreicher Europäischer Normen, zum Beispiel die DIN EN 532 "Schutzkleidung— Schutz gegen Hitze und Flammen".
  • Betriebssicherheit; Ein Beispiel aus dem Maschinenbau: Anforderungen an unbefeuerte Druckbehälter nach DIN EN 13445. Zu diesen Geräten gehören eine ganze Reihe von Geräten, vom Feuerlöscher bis zum Schnellkochtopf.
  • Sicherheit beim Heben; Beispiel: zum Halten, Heben und Bewegen von Lasten werden so genannte Tragmittel wie Drahtseile eingesetzt. Diese Arbeiten gefährden Personen in erhöhtem Maße. Beispiele für den Schutz der damit arbeitenden Personen sind die Normen über Drahtseile aus Stahldraht (DIN EN 12385-1 bis -10), Anschlagseile (DIN EN 13414-1 bis -3) und Seilendverbindungen (DIN EN 13411-1 bis -7).
  • Sicherheit von Kindern, beispielsweise von so genannten Schwimmsitzen. Diese Sitze helfen Kleinkindern, sich spielerisch (und hoffentlich sicher) an das Wasser zu gewöhnen. Wellen sollen dann den Sitz nicht zum Kippen bringen können. Mit dem Kopf unter Wasser würde das Kind im Schwimmsitz hängen bleiben und ertrinken. Eine technische Lösung für dieses Problem zeigt DIN EN 13138-3.
  • Sicherheit im Labor; darunter versteht man Maßnahmen zum Schutz des Laborpersonals beim Umgang beispielsweise mit infektiösem Material (DIN EN 13641).
  • Sicherheit beim Zahnersatz; auch beim Herstellen und Reparieren von Kronen und Brücken oder herausnehmbarem Zahnersatz müssen die Einzelteile verlässlich und fest miteinander verbunden werden. Dabei kommt es in verstärktem Maße auf die Art der Verbindungs­technik an. Geschweißte chemisch unterschiedlicher Dental-Legierungen können zu Unverträglichkeitsproblemen im Mund des Patienten führen. Einen qualitätssichernden Ansatz zu diesen Problemen zeigt die DIN 13972-2, die Anforderungen und Prüfver­fahren zu Laser­schweißung festlegt. Ergebnis: Die Bioverträglichkeit steigt, das heißt es treten bei Anwendung dieser Technik weniger Allergien auf.