Eine Norm ist erst wirksam, wenn sie angewendet wird. Je stärker, das heißt je öfter eine Norm angewendet wird, desto größer ist auch der wirtschaftliche Nutzen, der aus der Normung erwächst. Daher ist es notwendig, dass alles, was genormt ist, auch als genormtes Teil verwendet wird.
Anwendung einer Norm
Beispiel: Schrauben sind genormt, ebenso Muttern und Unterlegscheiben. Daher wird der Konstrukteur für alle Aufgaben immer nur genormte Schrauben verwenden. Ist dies wirklich nicht möglich, und fehlen derartige Schrauben, sollte die neue Art dieser Verbindungstechnik ebenfalls baldmöglichst genormt werden.
Am Anfang der Normung hörte man oft Bedenken, dass die Normen die individuelle Gestaltungsfreiheit des Konstrukteurs einschränken würden. Dem ist nicht so, denn einmal Genormtes braucht nicht "wiedererfunden" zu werden. Dank der Normung können die kreativen Kräfte sich auf Neuigkeiten konzentrieren.
Ein weiterer Vorteil, der einem Betrieb durch die Normung entsteht, ist die Voraussetzung für eine überbetriebliche Normung, zum Beispiel die innerbetriebliche. Diese nennt man Werknormung. Darunter versteht man ein, immer wiederkehrende, betriebliche Norm.
Beispiele:
- werkseigene Normteile (Werknormteile),
- Auszüge aus DIN-Normen, die durch betriebliche Festlegungen ergänzt wurden,
- Prüfvorschriften usw.