Internetadressen URL-Endungen werden individueller

Von 2012 an bietet die Werbeverwaltung ICANN die Möglichkeit an, individuelle Endungen – genannt Top-Level-Domains – zu nutzen. Laut dem Hightech-Verband Bitkom können sich zunächst Unternehmen und Initiativen um Domainendungen bewerben.

URL-Endungen werden individueller

Registriert werden können die Domains, wie etwa www.maler.meier dann voraussichtlich 2013. "Nach jahrelangem Warten ist es nun endlich soweit: Mit den zusätzlichen Top-Level-Domains wird das Internet individueller und vielseitiger", sagt Prof. Dieter Kempf, Präsident des Hightech-Verbands Bitkom.

In Deutschland gibt es unter anderem Initiativen für die Adressen .berlin, .hamburg und .köln. Auch Regionen und Bundesländer können künftig unter einer eigenen Endung erreichbar sein. Branchen-Domains wie .film oder .hotel sind laut Bitkom ebenfalls geplant.

1. Wer kann eine "Top Level Domain" beantragen?

Neben Städten und Regionen kommt laut Bitkom dies für Branchen, Firmen und Marken in Frage. Privatleute können keine Homepage-Endung nach dem Muster "www.homepage .meier " beantragen.

Der Grund ist, dass ICANN den wirtschaftlichen Betrieb der Adress-Endungen langfristig sichern will. Wer eine eigene Domain-Endung besitzt, übernimmt die kompletten Aufgaben eines Internet-Unternehmens. Dafür sind ein eigenes Geschäftskonzept und ein entsprechend hohes Startkapital nötig.

2. Wie teuer wird eine eigene Domain-Endung?

Allein für die Bewerbung werden rund 120.000 Euro fällig. Zusätzlich sind bis zu einer halben Million Euro für Projektmanagement, Technik und Rechtsberatung nötig. Bis zu 200.000 Euro kostet der laufende Betrieb pro Jahr.

3. Wie werden einzelne Homepages mit neuen Endungen vergeben?

Die einzelnen Homepages mit neuen Endungen sollen nach einem fairen, transparenten Verfahren vergeben werden. In der Startphase soll verhindert werden, dass große Mengen an Webseiten zu Spekulationszwecken reserviert werden.

dhz