Soziale Netzwerke Das Internet wird intelligenter

Soziale Netzwerke verändern das Kommunikationsverhalten – Unternehmen sollten darauf reagieren. Die Deutsche Handwerks Zeitung hat viele Tipps für Sie. Von Ulrich Steudel

Das Internet wird intelligenter

Nichts ändert sich gegenwärtig so schnell wie unser Kommunikationsverhalten. Das Internet, das dieses Zeitalter eingeläutet hat, verändert sich selbst so rasant, dass neue Informationskanäle in immer kürzerer Zeit zum Massenphänomen werden. In nur neun Monaten hat Facebook 50 Millionen Nutzer erreicht. Das Fernsehen benötigte dafür 13 Jahre. Soziale Netzwerke gewinnen auch für Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Wer hier den Anschluss verpasst, kann den Kontakt zum Endverbraucher verlieren.

Doch soziale Netzwerke funktionieren anders als vorherige Informationskanäle, bei denen wie im Fernsehen von einer Stelle aus viele Nutzer erreicht werden. Diese One-to-many-Kommunikation wird von einer Many-to-many-Kommunikation abgelöst. Anders als der Werbefilm im Fernsehen kann ein Video auf YouTube kommentiert und an Freunde weiterversandt werden. Noch extremer ist der Streueffekt auf Facebook, wo Nachrichten mit allen Freunden geteilt werden können. Diese moderne Form der Mund-zu-Mund-Propaganda nennt die Werbebranche virales Marketing. Durch die Interaktion in den sozialen Netzwerken entsteht eine Schwarmintelligenz, die Chancen wie Risiken birgt. Wer diese Möglichkeiten geschickt nutzt, kann seine Botschaften genau an die richtige Zielgruppe senden. So lassen sich der Bekanntheitsgrad und die Reputation des Unternehmens und seiner Produkte steigern, Neukunden gewinnen oder neue Mitarbeiter finden. Wer hingegen auf Kommentare oder Kritik von virtuellen Besuchern nicht eingeht, kann schnell in ein negatives Licht gerückt werden. Denn negative Nachrichten über ein Unternehmen verbreiten sich genauso schnell wie positive.

Vor dem Einstieg in soziale Netzwerke sollten sich Unternehmen auf jeden Fall genau überlegen, welche Plattformen für sie interessant sind. Erster Schritt ist ein Social-Media-Monitoring. Dabei wird das Internet nach Schlüsselbegriffen, so genannten Keywords, durchforstet. Auf diese Weise lässt sich herausfinden, auf welchen Plattformen über branchenspezifische Begriffe oder sogar das eigene Unternehmen und dessen Produkte diskutiert wird. Dementsprechend können Unternehmer ihre eigenen Aktivitäten planen, Ziele definieren und loslegen.

$(LC6105366:Einen Leitfaden "Social Media im Handel" des Netzwerkes Elektronischer Geschäftsverkehr finden Sie hier (pdf-Download) >|_top)$

Zum YouTube-Video, das anschaulich die Entwicklungen im Web 2.0 darstellt >