Messe "Farbe – Ausbau & Fassade" München – die gemalte Stadt

Mit futuristischen Wohnentwürfen und die Ausstellung "München – die gemalte Stadt" wollen die städtischen Fach- und Meisterschulen für das Maler- und Lackiererhandwerk ihrer Heimatstadt München ein künstlerisches Denkmal setzen. Das Seherlebnis kann noch bis zum 27. März auf der Messe "Farbe – Ausbau & Fassade" in München bestaunt werden.

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    Fresken aus dem Gärtnerplatztheater in München. Foto: FAF München
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    Die Meisterschüler machten große Sportereignisse in München zum Thema. So die WM 1974, deren Endspiel zwischen Deutschland und den Niederland in der bayerischen Landeshauptstadt stattfand. Foto: FAF München
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    Die Papageien sind im Schloss Schleissheim zu sehen. Foto: FAF München

München – die gemalte Stadt

Im Mittelpunkt des Standes der Städtischen Meisterschule für Maler und Lackierer, der Städtischen Meisterschule für das Vergolderhandwerk/Kirchenmalerei und der Städtischen Fachschule für Farb- und Lacktechnik stehen die Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt München. "München – die gemalte Stadt" lautet das Leitmotiv am Stand in Halle B5. Zu sehen sind hier mehr als 200 ein Quadratmeter große Platten, die jeweils ein Stück München darstellen – ob Deutsches Museum oder Olympiastadion, Gärtnerplatztheater oder Eisbachsurfen.

Das künstlerisch-handwerkliche Spektrum reicht von einfacher Oberflächengestaltung bis zur Illusionsmalerei, vom historischen Fresko bis zur modernsten Lacktechnik. Denkmal-Rekonstruktionen durch den Einsatz von Blattgold oder Maltechniken vergangener Jahrhunderte sind ebenso zu bestaunen wie mit digitaler Technik gestaltete Platten zum Thema "Sport in München".

Neben diesem Stand ist in der Halle B5 der Messestand des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz Hauptadresse für Maler und Lackierer. Hier erfahren die Besucher aus erster Hand alles über Bildungsangebote, Dienstleistungseinrichtungen und Trends für das Maler- und Lackiererhandwerk.

Neueste Farb- und Lacktrends in München zu sehen

Für den bayerischen Landesinnungsmeister, Roland Brecheis, gibt es gleich mehrere Gründe nach München zu kommen: "Aktuelle Farb- und Lacktrends, Beschichtungsstoffe, Wandbekleidungen und Ausbauprodukte sind auf der europäischen Leitmesse ebenso zu sehen wie neueste Entwicklungen für den Bereich Wärmedämmung. Über Themen wie Energieeinsparung oder Reduktion von Lösemit teln entwickelt sich das klassische Maler- und Lackiererhandwerk zu einem kundenorientierten Umwelthandwerk mit hoher Kompetenz und Dynamik. Welche Werkstoffe und Werkzeuge in Zukunft Weg weisend sind, welche Technologien ökologisch und ökonomisch effizient ein zusetzen sind, zeigt die Farbe – Ausbau & Fassade."

Welche Formen der Wohnraum der Zukunft annehmen könnte, zeigt u. a. der Wohnentwurf "Future Living" der angehenden Architektin Nadine Büttgen (Fachhochschule Hannover). Dieser besteht aus einzelnen Betonrahmen mit unterschiedlichen Formaten, die baukastenartig über- und nebeneinander gestapelt werden können. Schicht für Schicht, Rahmen an Rahmen entsteht das Haus. Mit dieser Wabenstruktur in Trockenbauweise lässt sich die Wohnung entsprechend den Bedürfnissen des Bewohners anpassen egal, ob die Wohnung für junge Familien oder als Alterswohnsitz gedacht ist.

Wettbewerb "Phantasiewelten"

Was eher nach dem Inhalt eines Science Fiction Romans klingt, ist eine Idee für den Städtebau der Zukunft von Meisterschülern des Ausbaugewerbes und Architekturstudenten. Sie haben an dem Wettbewerb "Phantasiewelten – Die Suche nach dem Machbaren“ (Halle A5) teilgenommen. Die fünf besten Arbeiten werden in München nun erstmalig in einer 1:1 Ausführung gezeigt. Bei der Umsetzung der Wohnungen wurde ein besonderes Augenmerk auf die Herausforderungen der Zukunft wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, barrierefreies Bauen und Knappheit an Bauplätzen und Mobilität gelegt. Wichtig hierbei waren die Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Innenaus bau z. B. mit Hilfe des Trockenbaus.

Der Trockenbau bildet bei den 750 bayerischen Stuckateurbetrieben (Jahresumsatz: 351,6 Mio. Euro) mit ihren rund 3.750 Beschäftigten einen Schwerpunkt. Auch die 142 Auszubildenden lernen, wie man mit Hilfe des Trockenbaus einen Raum in eine phantasievolle Wohnwelt verwandeln kann. "Welche Möglichkeiten der Trockenbau bietet, kann jeder u. a. in der Berufsbildungsstätte in München erfahren", sagt Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände. "Zudem kann sich jeder am Stand des Bundesverbandes Ausbau und Fassade (Halle A5) über Aus- und Weiterbildungen im Baugewerbe informieren. Daher lege ich jedem den Besuch der Messe Farbe – Ausbau & Fassade ans Herz."

dhz