Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat die Internationale Grüne Woche in Berlin eröffnet. Das kulturelle Rahmenprogramm der Eröffnungsfeier im ICC wurde von Ungarn als diesjährigem Partnerland gestaltet.
Aigner eröffnet Internationale Grüne Woche
Die nach Angaben der Organisatoren weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau ist ab Freitag für die Öffentlichkeit zugänglich. Aigner sprach sich für eine leistungsorientierte Agrarpolitik in der EU aus. Auch künftig bräuchten die Bauern gesicherte Rahmenbedingungen, sagte die Ministerin. Zudem müssten die Landwirte einen angemessenen Ausgleich für die Leistungen bekommen, die sie für die Gesellschaft erbringen. Nur so könnten sie angesichts schwankender Rohstoffpreise und begrenzter Ressourcen auch in Zukunft qualitativ hochwertige Lebensmittel produzieren.
Aigner, die auch Verbraucherministerin ist, kündigte eine bundesweite Bildungsinitiative für Schulen an. Ziel sei es, Kinder und Jugendliche so früh wie möglich über gesunde Ernährung und den verantwortungsbewussten Umgang mit ihren Finanzen und ihren privaten Daten im Internet aufzuklären. "Wer aus der Schule kommt, sollte nicht nur die vier Grundrechenarten beherrschen, sondern auch das Einmaleins der Verbraucherkompetenz", sagte die CSU-Politikerin. Sie fügte hinzu: "Das fängt bei den Grundzutaten eines gesunden Lebensstils an, geht weiter über Grundkenntnisse über Finanzprodukte und umfasst auch das sichere Zurechtfinden in der digitalen Welt."
Die Grüne Woche feiert in diesem Jahr Jubiläum, sie wird zum 75. Mal in ihrer 84-jährigen Geschichte ausgerichtet. Auf der Messe sind 1.589 Aussteller aus 56 Ländern vertreten. Die Besucher können eine kulinarische Weltreise unternehmen. Rund 100.000 Spezialitäten aus aller Welt werden vorgestellt. Die Veranstalter erwarten an den zehn Messetagen wieder mehr als 400.000 Besucher.
ddp