Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf der Eröffnungsgala der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin die schnelle flächendeckende Versorgung mit Breitbandverbindungen in Deutschland gefordert.
Merkel eröffnet Internationale Funkausstellung
Der Staat müsse hierfür die Voraussetzungen schaffen. "Wir sind hier nicht schlecht, aber auch nicht die Besten in der Welt", sagte die Kanzlerin. "Daher müssen wir uns sputen." Es müsse allerdings darauf geachtet werden, dass die Entwicklungen in ländlichen Räumen wie im Schwarzwald oder auf Rügen nicht dem technischen Fortschritt hinterherhinkten.
Forderungen der Unterhaltungselektronikbranche nach einem klar definierten Zeitraum, in dem die Analogtechnik zugunsten des digitalen Zeitalters abgeschaltet wird, wollte Merkel nicht entsprechen. Sie wolle nicht zahlreiche Protestbrife von Bürgern erhalten, die befürchteten, weder Bild noch Ton mehr empfangen zu können. Der Schmerz über den Verlust der Glühbirne müsse zunächst verwunden werden, bevor über das Abschalten der Analogtechnik nachgedacht werden könne, sagte Merkel.
Die Kanzlerin erinnerte daran, dass die hochauflösende Fernsehtechnik HDTV zum ersten Mal vor 24 Jahren auf der IFA vorgestellt wurde. Erst jetzt bewege sich die Technik ins reale Leben hinein. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben erstmals in einem Testlauf die gesamte Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in Berlin im HD-Format gesendet. Wie im Vorjahr bilden hochauflösende und gleichzeitig energieffiziente Flachbildfernseher den Schwerpunkt der bis zum 9. September dauernden Leistungsschau der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik- sowie Elektrohausgerätebranche.
ddp
