50 Jahre Schmuck-schau

Werke von rund 60 Goldschmieden aus über 20 Ländern

50 Jahre Schmuck-schau

Die Schmuck , die 1959 zum ersten Mal unter dem Titel „Europäischer Schmuck und edles Gerät“ stattfand, gilt unter Fachleuten als die wichtigste Ausstellung der Schmuckwelt. Die Auswahl umfasst jährlich Werke von etwa 60 Goldschmieden aus über 20 Ländern. Schmuck ist nicht nur schmückendes Element, sondern längst auch eine eigenständige Kunstgattung sowie Ausdruck gesellschaftlicher und kultureller Möglichkeiten. Ob als Ausdruck der Liebesbekundung, als Statussymbol oder auch als Zeichen für Unterdrückung – ab den 60er Jahren, und verstärkt in den 70ern und 80ern, drücken sich persönliche Lebenssituationen wie auch gesellschaftliche Einflüsse im Schmuck aus.

Die Erstveranstaltung im Jahr 1959 überzeugte mit einer spektakulären, für die damalige Zeit ungewöhnlichen Präsentationsform, die Fachwelt und Publikum gleichermaßen begeisterte. In ihrer 50-jährigen Geschichte hat die Ausstellung einen einmaligen Status errungen. Schmuckgestalter, Sammler, Galeristen und Museumsleute aus der ganzen Welt reisen jährlich im März nach München, um dieses zentrale Ereignis in der Welt des zeitgenössischen Schmucks auf der IHM zu erleben. Heute ist die Schmuck weltweit die einzige Veranstaltung, die zeitgenössischen Schmuck in solcher Kontinuität jährlich im internationalen Wettbewerb präsentiert und in einem Katalog dokumentiert. Die Organisation der Schmuck liegt in den Händen der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Seit 2008 hat die Schmuck in der Halle „Handwerk & Design“ im Rahmen der IHM einen exklusiven Platz mit benachbarten, prominenten Sonderschauen, wie der EXEMPLA, Meister der Moderne oder Talente. Am Wettbewerb der Schmuck beteiligen sich inzwischen an die 600 Goldschmiede. Für das Jahr 2009 wurden 60 Beiträge aus 23 Ländern ausgewählt. Die Schmuck 2009 verspricht, aufgrund der differenzierten Gestaltungsansätze eine umfassende Ausstellung aktueller Tendenzen zu werden. Hierbei sind sowohl junge Nachwuchstalente als auch arrivierte, bekannte Goldschmiede vertreten. Nach der IHM geht die Schmuck auf Reise: Vom 5. Juni bis 18. Juli macht sie in der RMIT Gallery in Melbourne Station. Damit setzt sich die Tradition fort, die Schmuck nach der Internationalen Handwerksmesse auf Weltreise zu schicken. dhz