Start der neuen Lkw-Maut Große Transporter müssen jetzt auch auf Bundesstraßen zahlen

Seit Mitternacht gilt auf zusätzlich 1.135 Straßenkilometern eine Lkw-Maut. Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer das Startsignal zur Mauterfassung auch auf vierspurigen Bundesstraßen für alle Fahrzeuge mit mehr als zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht gegeben.

Lkw-Fahrer müssen nun auch auf gut ausgebauten Bundesstraßen Mautgebühren bezahlen. - © Thaut Images/Fotolia

LKW-Fahrer haben es in Deutschland ab sofort noch schwerer, mautpflichtige Straßen zu umfahren. Der Grund: Auch auf vierspurig ausgebauten Bundesstraßen gilt ab sofort eine Gebührenpflicht für LKW ab zwölf Tonnen. Doch anders wie auf den Autobahnen werden die Fahrer mobil überwacht und nicht über Mauterfassungsbrücken . Diese wären zu teuer gewesen.

Mit der Erweiterung erhofft sich das Verkehrsministerium eigentlich Zusatzeinnahmen in zweistelliger Millionenhöhe für den Bundeshaushalt. Schon jetzt betragen die Einnahmen aus den knapp 12.800 Kilometern des Autobahnnetzes, die bisher bereits mautpflichtig waren, über 4,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Gemeinden befürchten steigende Verkehrsbelastungen

In der Berliner Zentrale des Betreibers Toll Collect hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die neue Mauterfassung für zusätzlich 1.135 Straßenkilometer in der Nacht zum Mittwoch gestartet. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach Schadstoffklasse und Achsenzahl. Im Schnitt beträgt sie 17 Cent pro Kilometer.

Die neue Gebühr stößt jedoch schon jetzt auf heftige Gegenwehr. So geht sie einerseits den Umweltverbänden nicht weit genug. Sie fordern eine Ausweitung auf das gesamte Straßennetz. Und auf der anderen Seite beschweren sich die Gemeinden, die am Rande der neu erfassten Strecken liegen. Sie befürchteten massive zusätzliche Verkehrsbelastungen durch Lkw, die auf ihre Straßen ausweichen. dhz/dapd