Vom 1. August an wird erstmals auch auf 84 Bundesstraßen eine Lkw-Maut fällig. Allerdings soll es keine Mauterfassungsbrücken wie auf Autobahnen geben. Laut Bundesverkehrsministerium werden die neuen Strecken mobil überwacht.
Diese Regelung habe zwei Gründe: die Installation von Mautbrücken ist zu teuer, und nicht selten ist kein ausreichender Platz vorhanden. Das Ministerium geht von einer reibungslosen Umsetzung aus, Mautpreller in Scharen sieht es nicht. Bisher erreicht die Prellerquote nicht einmal ein Prozent.
Wer auf einer mautpflichtigen Bundesstraße erwischt wird, kann sich mit Unwissenheit nicht herausreden. Die fraglichen Strecken, insgesamt 1 135 Kilometer, sind seit Monaten auf den Internetseiten des Verkehrsministeriums aufgeführt. Bußgelder von bis zu 200 Euro für den Fahrer und bis zu 400 Euro für dessen Arbeitgeber sind dann fällig. Das Mautsystem hat seit seiner Einführung 2005 über 28 Milliarden Euro in die Kassen des Bundes gespült. mid/gz
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