Produktivität im Frühling Das hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit

Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und die Blumen fangen an zu blühen. Der Körper braucht aber etwas länger, um sich an den Temperaturwechsel zu gewöhnen und reagiert mit Schläfrigkeit. Was tun gegen Frühjahrsmüdigkeit?

Daniel Krause

Tiere und Pflanzen passen sich schneller an. Der menschliche Körper braucht länger, um sich an Temperatur und mehr Sonnenstunden zu gewöhnen. - © artiemedvedev - stock.adobe.com

Wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird, leiden viele Menschen an Frühjahrsmüdigkeit. Das macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass trotz ausreichend Schlaf Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit auftreten. Business- und Gesundheitscoach Andrew Bunting gibt Tipps, um auch im Frühling die volle Leistungsfähigkeit abrufen zu können. Wichtig dabei sind die richtige Ernährung, ausreichend Bewegung und viel Licht.

Die richtige Ernährung

Was für den Winter gilt, gilt ebenso für den Frühling. Vitaminreiche Ernährung hilft die Frühjahrsmüdigkeit schnell zu überwinden. Gerade die körpereigene Vitamin-D-Produktion leidet unter fehlendem Sonnenlicht. Der Experte empfiehlt lieber zu viel Vitamine als zu wenig zu sich zu nehmen. Zur ausgewogenen Ernährung gehören aber auch ausreichend Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren, die durch fettigen Fisch, wie Lachs, aufgenommen werden können.

Bewegung im Freien

Sport hilft den Stoffwechsel effektiv zu steigern. Bunting rät zusätzlich zu Bewegung an der frischen Luft. "Ich empfehle drei- bis fünfmal pro Woche Sport zu machen, dabei sollte zwischen aerobischen und anaerobischen Übungen gewechselt werden."

Unterscheid zwischen aerobischen und anaerobischen Übungen

  • Aerobische Übungen: mittlere oder niedrige Intensivität, aber längere Dauer
  • Anaerobische Übung: hohe Intensivität, aber kurze Dauer

Wer im Winter keinen Sport gemacht hat, sollte langsam starten und sich nicht zu sehr anstrengen. Personaltrainer oder Trainer im Fitnessstudio können hier eine typengerechte Beratung geben.

Neben Sport wirken sich auch Meditationen, Yoga und Entspannungsübungen stressmindernd aus. Saunagänge, Eisbäder und Kalt-Warm-Duschen regen den Stoffwechsel an.

Viel Licht

Büroangestellte leiden besonders häufig an Frühjahrsmüdigkeit, da ihnen das Tageslicht fehlt. Bunting empfiehlt ihnen öfters raus zu gehen und Sonnenlicht zu tanken. Arbeitgeber können mit Tageslichtlampen aushelfen. Die sind aber teuer.

Verfällt man im Laufe des Tages in Tief und würde gerne ein Mittagsschlaf machen, solle man dem Drang nicht nachgeben. Der Körper stellt sich so schneller auf die neue Jahreszeit ein.

Sollten die Symptome anhalten oder in eine Depression übergehen, rät der Coach einen Arzt aufzusuchen.