Mit der Bildungsprämie will der Staat mehr Menschen dazu motivieren, sich weiterzubilden. Er übernimmt dazu bis zu 50 Prozent der Fortbildungskosten. Noch bis 2017 läuft die derzeitige Förderphase. So können Sie die Prämie beantragen.
Der aktuelle Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) enthält unter anderem neue Zahlen zum Thema Weiterbildung – speziell zur Nutzung der staatlichen Bildungsprämie. Seit Juli 2014 läuft die 3. Förderphase, die noch bis Ende Dezember 2017 fortgesetzt wird. Kofinanziert wird das Bundesprogramm durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).
Wie der Report ergibt, nutzen die Prämie bislang vor allem Frauen. 76 Prozent dieser Bildungszuschüsse gingen bislang an Frauen. Schaut man sich die Teilnehmer nach Branchen an, sind sie vor allem bei Berufstätigen aus den Bereichen Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen beliebt. Doch auch für viele andere Berufe sind die Bildungsprämien nutzbar.
Voraussetzungen für die Bildungsprämie
Die Bildungsprämie gibt es in zwei Varianten: Beim Prämiengutschein bekommen Berufstätige maximal 50 Prozent der Kosten für eine Weiterbildung erstattet. Gefördert werden Weiterbildungen bis maximal 1.000 Euro.
Sie kommt für Berufstätige infrage, die mindestens 25 Jahre alt und im Schnitt mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig sind. Außerdem dürfen sie einzu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro haben – wer verheiratet ist, darf zusammen auf maximal 40.000 Eurozu versteuerndes Jahreseinkommen kommen.
Die zweite Variante, der Spargutschein, kommt infrage, wenn Berufstätige bereits ein Guthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz angespart haben. Das sind etwa vermögenswirksame Leistungen.
Sie können nun vorzeitig einen Betrag aus dem Ersparten für eine Weiterbildung entnehmen. Trotzdem verlieren sie den Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage nicht. Das ist etwa bei längeren, teuren Weiterbildungen interessant. Der Spargutschein kommt übrigens auch infrage, wenn Berufstätige mehr als 20.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen haben. Prämien- und Spargutschein lassen sich miteinander kombinieren. dpa
Wer die Bildungsprämie nutzen möchte, findet hier eine Beratungsstelle in seiner Nähe.>>>
