Aufgrund steigender Steuereinnahmen plant die Bundesregierung die ungerechte "kalte Progression" abzuschaffen. Die Reform kommt allerdings erst 2016 und dann nur mit Mini-Steuerentlastungen. Deshalb sollten Steuerzahler besser ihre eigene Steuerreform gegen die kalte Progression starten – und zwar jetzt und heute.
Unter kalter Progression versteht man, dass beispielsweise bei einem Arbeitnehmer von einer Gehaltserhöhung nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und der laufenden Inflation unter dem Strich null Euro im Geldbeutel ankommen. Das liegt an den derzeitigen Steuertabellen, die eben 2016 angepasst werden sollen.
Mini-Steuerentlastungen in Sicht
Dass die Bundesregierung 2016 die kalte Progression bei der Besteuerung abschafft ist übrigens kein Geschenk. Denn seit Jahren bezahlen Steuerzahler wegen dieser Kalten Progression zu viel Steuern. Eine Anpassung ist also längst überfällig. Die Steuerentlastungen 2016 fallen aber leider nur sehr gering aus:
| Single ohne Kind | Ehepaar, zwei Kinder | ||
| Monatlicher Bruttolohn | Monatlich mehr Netto | Monatlicher Bruttolohn | Monatlich mehr Netto |
| 1.500 Euro | 4,42 Euro | 3.500 Euro | 8,00 Euro |
| 2.000 Euro | 4,42 Euro | 4.000 Euro | 8,33 Euro |
| 3.000 Euro | 5,08 Euro | 4.500 Euro | 10,50 Euro |
| 3.500 Euro | 6,00 Euro | 5.000 Euro | 10,25 Euro |
| 4.000 Euro | 6,92 Euro | 5.500 Euro | 10,83 Euro |
Tipp: Ihre eigene Steuerreform starten und zwar schon jetzt und heute? Wie soll das funktionieren? Ganz einfach. Bei der nächsten anstehenden Gehaltserhöhung oder bei Bewerbungsgesprächen bitten Sie statt klassischem Gehalt um Gehaltsextras. Besonders beliebt sind folgende Extras:
- Nutzung eines betrieblichen Handy zu 100 Prozent privat
- Zuschuss zum Kindergartenplatz des Kindes
- Tankgutschein im Wert von 44 Euro pro Monat
