Steuer aktuell Bündnis gegen Schwarzarbeit: Stichprobe durch Lohnsteuerprüfer

Das Gerüstbauer-Handwerk und die Finanzverwaltung haben ein Bündnis gegen Schwarzarbeit geschlossen. Im Zuge dessen werden 2015 nicht nur die Zollbeamten, sondern auch die Lohnsteuerprüfer vom Finanzamt Stuichproben machen.

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Hintergrund für dieses Bündnis, das bereits in vergleichbarer Form in neun anderen Branchen besteht, ist die Bekämpfung von Schwarzarbeit. Leidtragende von Schwarzarbeit sind die ehrlichen Unternehmen im Gerüstbauer-Handwerk, die sich an die Gesetze halten. Bei der stichprobenartigen Überprüfung werden aber nicht nur Mitarbeiter des Zolls auflaufen, sondern wohl auch Lohnsteuerprüfer des Finanzamts im Rahmen einer unangekündigten Lohnsteuer-Nachschau.

Vorsicht vor schwarzen Schafen

In der Praxis sollten Unternehmer, egal welcher Branche sie angehören, bei einem unangekündigten Besuch des Lohnsteuerprüfers folgedermaßen vorgehen:

  • Lassen Sie sich den Ausweis des Prüfers zeigen. Notieren dessen Namen.
  • Rufen Sie in dem zuständigen Finanzamt und lassen Sie sich bestätigen, dass es wirklich um einen Beamten handelt. Es wurden in der Vergangenheit nämlich Fälle bekannt, in denen Personen sich als Beamte ausgaben und Geld von den verunsicherten Unternehmen forderten.
  • Informieren Sie als nächstes Ihren Steuerberater. Unterlagen an den Prüfer sollten nur im Beisein des Steuerberaters ausgehändigt werden.

Tipp: Auf Baustellen dürfte es künftig also noch früher zu Kontrollen des Zolls kommen als bisher. Denn nun beginnen die Prüfungen bereits bei Entdeckung von Gebäuden mit Gerüsten und nicht erst mit dem Eitreffen der ersten Bauarbeiter.

 Infos zu dem neuen Bündnis finden Sie hier .

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv dhz