Das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen schlägt Alarm. In Betrieben mit elektronischen Registrierkassen steigen die Fälle von Steuerhinterziehungen. Technisch möglich wird das durch Registrierkassen. Wann die Kassenschau kommt, bleibt unklar.
Per Knopfdruck können die Einnahmen verschwinden. Das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen schätzt die Steuerausfälle aufgrund von Kassenmanipulationen in Betrieben auf 10 Milliarden Euro pro Jahr.
"Einnahmeseite" strenger prüfen
In einer Pressemitteilung vom 3.4.2014 kündigt Nobert Walter-Borjans, Finanzminister in Nordrhein-Westfalen, verschärfte Überprüfungen von elektronischen Registrierkassen durch die Finanzämter an. Diese Idee ist nicht neu, weil im Rahmen der „Neuen Prüfungstechniken“ die Finanzämter schon heute strenger die Einnahmenseite prüfen und dabei nach Manipulationen an der elektronischen Registrierkasse suchen.
Unangekündigte Kassennachschau ins Spiel gebracht
Doch das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen geht noch einen Schritt weiter. Die Finanzbeamten dieses Ministeriums schlagen vor, eine unangekündigte „Kassennachschau“ gesetzlich zu erlauben. Nach dem Vorbild der Umsatzsteuer- und Lohnsteuernachschau kann dabei ein Prüfer des Finanzamts ohne Ankündigung vor der Türe eines Unternehmers stehen und die elektronische Registrierkasse auslesen. Desweitern ist eine Finanzamtssoftware geplant, die nachträgliche Manipulationen an den Kassendaten entlarven soll.
Tipp: Egal, in welcher Art und Weise die Prüfer des Finanzamts künftig elektronische Registrierkassen genauer unter die Lupe nehmen, bei Handwerksbetrieben mit elektronischen Registrierkassen sind künftig häufigere Betriebs- oder Umsatzsteuerprüfungen vorprogrammiert. Aus diesem Grund sollten Änderungen am Datenbestand der Kasse mit Tag, Höhe und Begründung aufgezeichnet werden. Nur so kann das Finanzamt im Zweifel davon überzeugt werden, dass die Einnahmen korrekt verbucht wurden. dhz
