Diesen Wurf wird er noch lange bereuen. Insgesamt 25.000 Euro Schmerzensgeld muss ein Kfz-Azubi an seinen Kollegen zahlen. Während des Aufwuchtens von Autoreifen hat er ihm eine schwere Augenverletzung zugefügt.

Das hat das Frankfurter Landesarbeitsgerichts in einem am Montag veröffentlichten Urteil entschieden. Der junge Mann hatte dem Opfer ein zehn Gramm schweres Wuchtgewicht an den Kopf geworfen. Die Folge waren eine Hornhaut- sowie eine Oberlidrandverletzung. Es folgten mehrere Augenoperationen, das Sehvermögen des 18-Jährigen Arbeitskollegen hat sich dauerhaft verschlechtert.
Der Lehrling hätte wissen müssen, was er mit seinem Wurf anrichten könne, urteilten die Richter. Da es sich im Rechtssinn nicht um eine betriebliche Tätigkeit gehandelt habe, sondern ein privater Streit der Auslöser für den Wurf war, müsse der Auszubildende in vollem Umfang für seine Tat haften. dhz/dpa