Ergebnisse der Diagnose Mittelstand Sparkassen rechnen mit Wachstum von zwei Prozent

Der Deutsche Sparkassen-und Giroverband (DSGV) hält 2014 ein gesamtwirtschaftliches Wachstum "in der Größenordnung von zwei Prozent" und ein weiteres Anziehen der Investitionstätigkeit für möglich, wie DSGV-Präsident Georg Fahrenschon in Berlin sagte. Als Grund nannte er die Ergebnisse der Diagnose Mittelstand.

Karin Birk

Unter dem Vorbehalt, dass es zu keiner "neuen krisenhaftung Zuspitzung" bei der Euro-Krise komme, seien die Weichen auf Aufschwung gestellt, sagte Fahrenschon weiter. Dabei werde der Aufschwung dieses Mal nicht vom Export, sondern vor allem von der Binnenkonjunktur und einer erhöhten Investitionsnachfrage getragen.

Unternehmen wollen wieder mehr investieren

Schon im Herbst vergangenen Jahres habe sich die Investitionsneigung der Unternehmen wieder verbessert. "Unsere Prognose ist es, dass sich dieser Aufholprozess 2014 fortsetzt und sogar noch deutlich beschleunigt", sagte Fahrenschon bei der Vorstellung der Studie "Diagnose Mittelstand". Dies gelte insbesondere für den Maschinenbau, die Elektro-, Automobil- und die Chemieindustrie.

Dabei sei der Mittelstand auch in der Lage, die Investitionen zu stemmen. „Die Unternehmen in Deutschland sind hervorragend kapitalisiert“, betonte er.

Die Umfrage habe ergeben, dass die wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Jahr 2012 bei 95 Prozent der Unternehmen besser oder zumindest gleichbleibend sei.

Höhere Eigenkapitalquote

Auch hätten viele Mittelständler – über alle Größenklassen hinweg – im Vergleich zum Vorjahr ihre Eigenkapitalquote von knapp 19 Prozent auf rund 21 Prozent erhöhen können. Der Optimismus zeigt sich nach Ansicht Fahrenschons auch in der Beschäftigungsentwicklung. So gehen fast 25 Prozent der Experten der Sparkassen von einem Beschäftigungsaufbau bei den mittelständischen Unternehmen aus. Nur 6,7 Prozent rechneten mit einem Abbau.

Auch auf der Finanzierungsseite besteht nach Ansicht Fahrenschons "überhaupt kein Engpass." Auf das Feld der Mittelstandsfinanzierung drängten sich immer mehr Wettbewerber. Die Sparkassengruppe fühle sich als Marktführer aber „nicht in die Zange“ genommen. Die Sparkassenorganisation werde weiter auf ihr Filialnetz bauen. Die Sparkassen würden sich weder aus der Fläche zurückziehen noch sei ein breiter Stellenabbau angesagt, unterstreichte der DSGV-Präsident.