Bundesagentur für Arbeit Arbeitslosigkeit leicht gestiegen und Arbeitskräftenachfrage verlangsamt

Der Winter hinterlässt seine Spuren auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Februar erneut leicht angestiegen. Gleichzeitig ist sie Nachfrage nach Arbeitskräften etwas gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht den Trend zum Aufbau von mehr Beschäftigung aber nicht gestoppt – vor allem durch den Immobilienboom.

Die Arbeitsagentur greift kleinen und mittleren Unternehmen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter finanziell unter die Arme. - © Foto: Bundesagentur für Arbeit

Nach Ansicht von BA-Vorstandsvorsitzenden Frank-Jürgen Weise handelt es sich bei dem aktuellen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit ausschließlich um jahreszeitliche Effekte. Würden diese herausgerechnet, sei die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat sogar um 3.000 gesunken, kommentierte er die aktuellen Ergebnisse vom Februar dieses Jahres. Denn die Zahl der Arbeitslosen legte im Vergleich zum Vormonat um 18.000 auf 3,156 Millionen zu und verfestigte sich über der Drei-Millionen-Marke.

Allerdings fiel der Anstieg damit etwas geringer aus als in den vergangenen Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr waren im Februar 46.000 Menschen mehr ohne Job. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 7,4 Prozent. Sie betrug in Westdeutschland 6,4 Prozent und in Ostdeutschland 11,5 Prozent.

Immobilienboom sichert Stellen

Weiter ungebrochen ist der Trend zum Aufbau von Beschäftigung. Allerdings hat sich laut Weise das Tempo verlangsamt, der Vorjahresabstand wird immer kleiner. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge waren im Januar 41,40 Millionen Menschen erwerbstätig und damit 239.000 mehr als im Jahr davor. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erhöhte sich nach BA-Hochrechnungen im Dezember um 353.000 auf 29,14 Millionen.

Arbeitsplätze wurden dem BA-Chef zufolge vor allem im Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen geschaffen. Hier spiegle sich auch die erhöhte Nachfrage nach Immobilien wider, indem Architekten, Statiker und Maklerbüros, aber auch Gebäudereiniger Personal einstellten.

Einen deutlichen Wachstumsbeitrag in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung leisteten auch weiterhin das verarbeitende Gewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Der einzige Bereich, in dem die Stellenangebote zurückgingen, sei die Zeitarbeit. Hier sind laut Weise aktuell rund 70.000 Menschen weniger beschäftigt als vor einem Jahr. dhz/dapd