Sie sind der Jobmotor Deutschlands: Der Großteil der offenen Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist im zweiten Quartal von kleinen und mittleren Betrieben (KMU) angeboten worden. Die Unternehmer profitieren von der derzeit unsicheren Lage auf den Finanzmärkten.
Die Konsumenten trauen den Märkten nicht. Anstatt ihr Geld anzulegen, geben es die Deutschen lieber aus. Dies schlug sich nieder in einer Verdoppelung des Stellenangebots im Bereich Ernährung, Bekleidung und Einrichtung sowie in einem ebenfalls sehr starken Anstieg der offenen Stellen im Grundstücks- und Wohnungswesen.
Von April bis Juni 2012 gab es 1,017 Millionen offene Stellen, davon 864.000 in Westdeutschland und 153.000 in Ostdeutschland, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte.
Große Unternehmen kämpfen mit der Finanzkrise
95 Prozent der Stellenangebote wurden von Betrieben mit unter 500 Mitarbeitern ausgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der offenen Stellen um vier Prozent.
Das Stellenangebot der Großbetriebe entwickelte sich den Angaben zufolge negativ. Gab es im zweiten Quartal 2011 rund 65.000 offene Stellen, waren es ein Jahr später 50.000. Grund für den Rückgang sei, dass die großen Unternehmen aufgrund ihrer stärkeren internationalen Verflechtung besonders von der anhaltenden Unsicherheit über die Entwicklung in Europa betroffen seien. dapd/rh
