Der Wohnungsbau erholt sich allmählich. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland gut 183.000 Wohnungen fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 23.000 Wohnungen oder 14,6 Prozent mehr als im Vorjahr. ZDB und IG Bau appellieren, den Sozialen Wohnungsbau weiter zu fördern.
In den Ballungsräumen sei die Wohnungsnot schon heute mit Händen zu greifen. Sozial schwache, aber auch Familien mit mittleren Einkommen können es sich nach Ansicht des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (DZB) heute schon kaum leisten, dort zu leben.
"Daher brauchen wir dringend Anreize, dass insbesondere Wohnungen mit günstigen Mieten neu gebaut werden", erklärten der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Klaus Wiesehügel, und der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe“, Hans-Hartwig Loewenstein.
Loewenstein: "Trotz des anziehenden Wohnungsneubaus bleibt der Wohnungsmarkt angespannt. Ein Gutachten im Auftrag des Bauministeriums belegt, dass es ohne soziale Wohnraumförderung im Zeitraum 2014 bis 2019 insbesondere in den Wachstumsregionen zu einer e rheblichen Verknappung von preiswerten und zugleich barrierefreien und/oder energetisch sanierten Mietwohnungen kommt."
Aufträge kommen aus der Privatwirtschaft
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland gut 183.000 Wohnungen fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 23.000 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Damit hat sich der Wohnungsbau seit dem Tiefststand 2009 (159.000) wieder etwas e rholt.
In Wohngebäuden wurden 2011 insgesamt 161.200 Neubauwohnungen fertig gestellt. Der umbaute Raum der fertig gestellten neuen Nichtwohngebäude stieg gegenüber dem Jahr 2010 auf 175,1 Millionen Kubikmeter (+ 1,7 Prozent).
Dieses Plus ist jedoch auf die nichtöffentlichen Bauherren (+ 2,1 Prozent) zurückzuführen. Bei den öffentlichen Bauherren nahm der umbaute Raum um 1,2 Prozent gegenüber 2010 ab. rh
