Im April stiegen die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte im Vergleich zum Vormonat nur um 0,2 Prozent. Das ist die niedrigste Teuerungsrate seit den Höchstpreisen im Juni 2010. Preistreiber bleiben die Energiekosten.

Wie in den Vormonaten sind die Energiekosten weiter kontinuierlich gestiegen und damit auch die Erzeugerpreise, meldet das Statistische Bundesamt. Die Energiekosten stiegen im April dieses Jahres gemessen an den Werten für 2011 um 4,5 Prozent. Während die Autofahrer für Benzin (plus sieben Prozent) und Diesel (plus 4,4 Prozent) deutlich mehr hinlegen mussten, wurde auch die Heizung deutlich teurer. Die Preise für Erdgas kletterten um über 13 Prozent. Und auch leichtes Heizöl kostet im Vergleich zum letzten Jahr acht Prozent mehr.
Weniger Druck auf Erzeugerpreise
Irritierend ist dagegen die Entwicklung der Strompreise: Für Weiterverteiler sanken die Kosten um zwölf Prozent. Dennoch legen Haushalte mehr als drei Prozent bei der Stromrechnung drauf. Auch für Nahrungsmittel mussten die Verbraucher vier Prozent zusätzlich ausgeben. Dabei wurden einige Vorleistungsgüter, wie zum Beispiel Getreide (minus zwölf Prozent) günstiger.
Im Vergleich zu den vergangenen Entwicklungen stiegen die Erzeugerpreise insgesamt aber deutlich moderater. Der Druck bei den deutschen Erzeugerpreisen hat sich nach aktuellen Zahlen abgeschwächt. Verglichen mit April 2011, lagen die Erzeugerpreise um 2,4 Prozent höher. Doch das ist die niedrigste Teuerungsrate seit dem Anstieg von 1,7 Prozent vom Juni 2010 gewesen, erklärten die Statistiker. dhz