Anlässlich ihres Jahrestages blicken die familiengeführten Betriebe in Deutschland verhalten optimistisch in die Zukunft. Sie wollen der erwarteten wirtschaftlichen Abkühlung mit mehr Investitionen und der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen begegnen.
"Die Familienunternehmer gelten nicht als 'systemrelevant‘. Das ist auch gut so ? denn wir sind die gesunde Wirtschaft", heißt es zum Jahrestag auf der offiziellen Webseite der Unternehmergruppe.
Trotz Eurokrise wollen viele der familiengeführten Unternehmen in Deutschland in den kommenden Monaten weiter kräftig investieren. Einbehaltene Gewinne aus den vergangenen Geschäftsjahren sollen nicht nur in die Anschaffung moderner Technologien, sondern auch in die Beschäftigung neuer Mitarbeiter fließen.
Die gute Stimmung unter den Familienunternehmern belegt auch eine gemeinsame Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie und der Deutschen Bank. Demnach schätzen gut zwei Drittel der befragten Firmen ihre Geschäftsaussichten für die nächsten zwölf Monate als "gut" oder sogar "sehr gut" ein. Nur 5,3 Prozent bewerteten sie der Studie zufolge als schlecht, lediglich 0,3 Prozent als sehr schlecht. Zwei Drittel der Unternehmen rechnen im laufenden Jahr mit einer Umsatzsteigerung. Nur sieben Prozent gehen von sinkenden Erlösen aus.
EU-Märkte verlieren an Bedeutung
Die Eurokrise hat laut der Untersuchung keinen wesentlichen Einfluss auf die optimistische Einschätzung der Familienunternehmen. 37 Prozent der Firmen sahen dadurch keine Auswirkungen für ihr Geschäft. Ein Grund dafür sei auch, dass die Euroländer als Absatzmarkt für viele der größten Familienunternehmen an Bedeutung verlören, schrieben die Autoren der Studie.
Zwei Drittel der Firmen erwarteten, trotz der Probleme auf den ausländischen Märkten die derzeitige Exportquote im laufenden Jahr zu halten. Rund ein Drittel rechnete der Studie .