Frühjahrsgutachten Handwerk pocht auf Schuldenabbau

Die positiven Vorhersagen des Frühjahrsgutachtens zur Wirtschaftsentwicklung 2012 stimmen auch die Handwerkspolitik optimistisch. ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke mahnt jedoch, dass nun die Zeit gekommen sei, etwas gegen die kalte Progression zu unternehmen und an einen konsequenten Schuldenabbau zu denken.

Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). - © ZDH/Stegner

Die Wirtschaft läuft langsam wieder zu Hochtouren auf. Obwohl einige andere Euroländer weiterhin in der Rezession festhängen, kann Deutschland die dagegen unternommenen Strukturreformen auch für sich nutzen und von einem sich stabilisierenden Markt profitieren. Das Frühjahrsgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, das heute vorgestellt wurde, gibt für 2012 und 2013 sehr positive Prognosen vor. Der nächste Boom steht an.

Kalte Progression rasch bekämpfen

Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hat das Gutachten zum Anlass genommen , die Politik auf die nächsten Schritte aufmerksam zu machen, die nun folgen müssten. "Die Botschaft des Frühjahrsgutachtens sollte die Politik zum Anlass nehmen, die von der Bundesregierung vorgeschlagenen ersten Schritte zur Rückführung der kalten Progression jetzt rasch umzusetzen", sagte er zu den aktuellen Entwicklungen. Die kalte Progression mache eine Steuerstrukturreform unumgänglich.

Nach dieser Mahung zeigte er sich über die Ergebnisse aber grundsätzlich sehr erfreut und bestätigte die gute konjunkturelle Entwicklung auch von Seiten des Handwerks. Doch da sich die optimistische Wirtschaftsstimmung immer auch positiv auf die Staatseinnahmen und die Kassen der Sozialversicherungsträger auswirke, dürfe auch der konsequente Schuldenabbau nicht aus den Augen verloren gehen, so Schwannecke weiter. "Der Staat hat also absehbar kein Einnahmeproblem", kommentierte er . die Lage. dhz