In dreizehn Jahren kostet die Energie aus Erneuerbaren Quellen genauso viel wie aus Steinkohle, Öl und Erdgas. Wie sich die Energiewende auf die Wirtschaft auswirkt, hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt analysiert.
Die Energiewende lohnt sich. Das hat eine Studie des Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Bundesumweltministeriums ergeben. Wenn erneuerbare Energien zügig ausgebaut werden, können sie bis zum Jahr 2050 über 80 Prozent des Stromverbrauchs und die Hälfte des Wärmebedarfs decken.
Strom soll laut Studie Mineralöl und Erdgas im Verkehr und in der Industrie ersetzen. Nach Einschätzung der Wissenschaftler kann die überschüssige Energie aus Windkraft und Photovoltaik zukünftig auch in Form von Wasserstoff oder synthetischem Methan gespeichert werden. Diese Speicherung empfehlen die Forscher, weil die Möglichkeiten der nachhaltigen Erzeugung von Biokraftstoffen sehr begrenzt sind. Das Netzmanagement und der Ausbau von Speichermöglichkeiten sind zentral, um die schwankende Erzeugung von Wind- und Sonnenkraft zu nutzen.
Ab 2025 lohnt sich die Energiewende auch volkswirtschaftlich. Dann sind die erneuerbaren Energien laut Prognose genauso teuer wie Steinkohle, Öl und Erdgas. Bis 2040 sollen sich die Investitionen amortisiert haben. Zur Jahrhundertmitte sparen die Deutschen laut Studie durch die Erneuerbaren Energien bereits rund 570 Milliarden Euro gegenüber einem Szenario ohne Energiewende. Die zusätzlichen Kosten für die Einbindung der Erneuerbaren Energien ins Energiesystem und den Aufbau der Infrastruktur enthält die Rechnung jedoch nicht. dhz