Gründungsmonitor Selbstständigkeit bleibt attraktiv

Auch in einer guten Arbeitsmarktsituation im Jahr 2011 haben 835.000 Personen auf ihre eigene Unternehmensidee vertraut. Wer sich selbstständig machte, setzte gleich seine ganze Arbeitskraft in das neue Projekt. Gründungen als Nebenerwerb gingen um elf Prozent zurück, wie eine Studie der KfW Bankengruppe zeigt.

Wer trotz der hohen Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt im Jahr 2011 ein Unternehmen gründete, hielt sich seltener ein Hintertürchen mit einer halben Stelle als abhängig Beschäftigter offen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kommt zu dem Schluss, dass zum zweiten Mal in Folge bei hohem Wirtschaftswachstum viele Menschen mit guten Ideen genügend Vertrauen in eine solide Nachfragesituation hatten, um ihren Start in die Selbständigkeit zu wagen. Insgesamt haben sich rund 835.000 Personen selbständig gemacht.

Im Nebenerwerb gründeten elf Prozent weniger ein Unternehmen als im Vorjahr. "Die hemmende Wirkung der guten Arbeitsmarktsituation auf die Nebenerwerbsgründungen ist damit zu erklären, dass die ansteigende durchschnittliche Arbeitszeit der abhängig Beschäftigten das verfügbare Zeitbudget reduzierte, das für eine nebenberufliche Selbständigkeit eingesetzt werden könnte", sagt Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. dhz