Im vierten Quartal 2011 gab es mit 1,13 Millionen offenen Stellen deutlich mehr freie Kapazitäten auf dem ersten Arbeitsmarkt als im Vorjahr. Das zeigte eine Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Damit gab es 134.000 mehr offene Stellen als vor einem Jahr und 211.000 mehr als im dritten Quartal 2011.
961.000 offene Stellen entfielen auf Westdeutschland, in Osten suchten die Betriebe 169.000 neue Mitarbeiter. Mehr als drei Viertel der Stellen waren sofort zu besetzen.
"Im vierten Quartal 2011 kam rechnerisch auf 3,2 Arbeitslose eine offene Stelle. Dieses Verhältnis stellt den besten Wert seit der Wiedervereinigung dar. Befürchtungen hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung scheinen sich am Arbeitsmarkt bislang nicht zu bewahrheiten", sagte IAB-Forscher Alexander Kubis.
Weniger als jede zweite Stelle wird gemeldet
Der Anteil der offenen Stellen, die den Arbeitsagenturen gemeldet wurden, stieg im Vergleich zum vierten Quartal 2010 um 3,7 Prozentpunkte auf 43 Prozent. Das IAB erfasst viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden.
Im vierten Quartal 2011 wurden Antworten von 15.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche ausgewertet. Die Ergebnisse der IAB-Erhebung zum Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot (EGS) sind auch im Internet verfügbar. dhz